han­gout zu blog­ging für mak­ler oder ein­mal zurück in die zukunft (video)

es ist schon wie­der ein wenig zeit ins land gegan­gen. das gefühl, das die zeit ima­gi­när an einem vor­bei­zieht und ein wenig gehäs­sig den hut lüf­tet, es beschleicht mich die­ser tage wieder.

aber viel­leicht ist es auch ein­fach nur eine frage des moments. zu spät ist es ja nie, aber es gibt augen­bli­cke, da weiß man, was zu tun ist.

zwei video­ge­sprä­che zwi­schen ges­tern, heute und zukunft

die bei­den nach­fol­gen­den video-gespräche wur­den in den letz­ten wochen aufgenommen.

warum soll­ten mak­ler eigent­lich blog­gen? gute frage, die immobilienscout24 da gestellt hat.

ande­rer­seits: warum sol­len sie es nicht?

nach­weis­lich infor­mie­ren sich immer mehr men­schen online, bevor sie einen kauf abschließen.

des­halb haben wir, chris­tiane ehmann  und roland kampmeyer, uns zusam­men­ge­setzt und dar­über dis­ku­tiert, was man tun kann, wenn man eine immo­bi­li­en­mak­ler ist.

und hey, die meis­ten haben keine +500 mit­ar­bei­ter, son­dern 2–10. es han­delt sich also um soge­nannte KMUs.

du bekommst eine anfrage für ein video-interview von michael kleina, sagst ja und her­aus kom­men runde 22 minuten.

sie gehen von mei­nem wer­de­gang über die eigene kri­sen bis hin zu tipps für krisengeplagte.

das gespräch und sein ver­lauf waren impro­vi­siert, was heißt: es gab kei­nen plan, wie wir es füh­ren werden.

ich sprach über Situa­tio­nen, die 4–5 Jahre zurück­lie­gen, über Situa­tio­nen, an die ich lange nicht mehr gedacht habe.

ich danke an die­ser stelle einem men­schen, der mir damals bei­stand. und heute? wir ste­hen lose in kon­takt, aber immer, wenn wir mit­ein­an­der spre­chen, ist es für mich wie ein heimspiel.

die­ser blog­ger, der aus sei­ner erfah­rung her­aus wußte, mir zu hel­fen, ist mir seit­dem ein vorbild.

vor­bild hört sich immer so for­mell an. aber zwei dinge nehme ich seit damals mit auf mei­nen weg:

wis­sen tei­len macht mehr sinn, als es für sich zu behal­ten. und: in kate­go­rien wie kon­kur­renz zu den­ken, bringt dich nicht vorwärts.

sou­ve­rä­ni­tät und ver­trauen in die eigene kraft brin­gen dich zu dei­nen zielen!

wirst du mich auch noch lie­ben, wenn ich nicht mehr jung und hübsch bin?

jung und hübsch

eine frage, die viele men­schen umtreibt. irgend­et­was hat sie in ihrer liebe ver­un­si­chert. sie hof­fen. sie malen sich aus wie es wäre, wenn sie nicht mehr da wäre.

die liebe.

viel­leicht kann da die­ses brett hel­fen. im ori­gi­nal von lana del rey, hier ein wenig ver­mixt von lena lindbergh.

die frage wird blei­ben, aber viel­leicht hilft es der liebe, die frage nach der zeit die­ser zu über­las­sen. die ant­wort kommt,  wenn die frage gestellt wird.

ob es das pro­bate ist, diese frage über­haupt zu stel­len, weiß nie­mand. liebe ist für alle und jeden etwas ande­res. anders über­wäl­ti­gend, anders bedrückend.

für den einen/die eine flüch­tig, wie ein schmet­ter­ling, mal hier und mal da, aber immer mit einer gehö­ri­gen por­tion durst.

für mich ist es etwas ganz beson­de­res, auf das ich acht geben will heute und in allen tagen.

klingt pathe­tisch. aber es ist so und es ist wun­der­schön wie es ist.

wenn sie die augen öffnet und mich aus vol­lem her­zen anstrahlt, dann …

wenn sie die augen öffnet und die trä­nen­aus vol­lem her­zen flie­ßen, dann …

ja dann will ich da sein. für sie. mit ihr tan­zen. mit ihr lei­den. sie lieben.

punkt.

Arti­kel­bild: Mar­tin Abegg­len, hübsch, https://flic.kr/p/6N4ERz

kom­men­tar auf tobias schwarz: ein jahr huf­fing­ton post in deutschland

Huffington Post Deutschland

hallo tobias,

erst­mal danke für dei­nen aus­führ­li­chen kom­men­tar drü­ben bei den netz­pi­lo­ten, die ich immer wie­der gerne mal lese.  finde ihn inter­es­sant, auch und vor allem, weil du huffpo und buz­zfeed forderst.

sie brau­chen auch feed­back, auch wel­ches, an dem man sich rei­ben kann und muss, das dis­ku­tiert wird. braucht es ja gele­gent­lich, um vor­wärts zu kommen.

was buz­zfeed angeht: du schreibst, das es

unter­halt­sam, aber seriös und nicht zu überdreht”

sein soll. nun, ich frage mich eher, ob buz­zfeed über­haupt den anspruch an serio­si­tät hat, egal ob in deutsch­land oder global.

unter­halt­sam schon eher und infor­ma­tiv bzw. “life­hacking­mä­ßig” mit ani­mier­ten gifs, die mir etwa zei­gen, wie ich meine saft­tüte nach dem öffnen beim ser­vie­ren nicht ver­tüd­dele, son­dern ein­fach umdrehe mit dem ver­schluss nach oben zei­gen und alles gut ist.

was du völ­lig ver­nach­läs­sigst, ist der bewegt­bild­an­satz, den buz­zfeed glo­bal fährt und der mei­nes erach­tens gene­rell ein­fluss haben wird: videos, die zwar ton haben, aber auch ohne funk­tio­nie­ren und damit dem auto­play und der vor­ein­stel­lung “ton aus” etwa bei face­book & co. rech­nung tragen. der erfolg gibt ihnen recht. man wird sehen, was in deutsch­land geht, aber das wird bestimmt ein teil sein.

ich für mei­nen teil gebe auch die­sem medi­en­an­ge­bot die zeit und chance sich zu ent­fal­ten, bevor ich es kri­ti­siere. so habe ich es vor einem Jahr auch bei der huf­fing­ton post deutsch­land gehal­ten, als alle über sie, das neue, “her­fie­len” mit bei­ßen­der und ätzen­der Kri­tik im netz nicht geizten.

diese traf übri­gens auch und gerade mag­da­lena rogl, die gut ein­ste­cken musste, weil sie im netz für ein pro­jekt ihrer firma als bot­schaf­te­rin einstand.

ich finde das nach wie vor  ein abso­lu­tes unding, aber das nur am rande und dabei ist es übri­gens wurscht, das wir uns ken­nen und schät­zen.  “der ton macht die musik” heißt es immer so schön. und das stimmt, damals wie heute und auch in zukunft.

ein Jahr spä­ter mag sie viel­leicht zu recht oder unrecht auf die us vor­bil­der hin­wei­sen, aber es stimmt schon: es braucht auch in der heu­ti­gen zeit zeit, so etwas auf­zu­bauen. nur: das wis­sen auch sebas­tian matthes & co.: die öffent­li­che geduld ist sel­ten aus­dau­ernd in der heu­ti­gen zeit. und nach einem jahr kann man auch mal einen kri­ti­schen blick dar­auf werfen.

was ich aller­dings an dei­nen aus­füh­run­gen zur huffpo, die wie könnte man es ihr ver­den­ken ein pos­ti­ves fazit zieht, ver­misse, ist etwa der blick auf die blog­ger und dabei geht es mir gar nicht darum, ob diese bezahlt wer­den oder nicht, son­dern ein­fach um den fakt, das ich einige von ihnen kenne, die da ordent­li­che texte schreiben.

und na klar wol­len sie gese­hen wer­den. wenn schon kein ent­gelt, dann eben die reich­weite und für wen das ok ist, soll es doch machen! habe ich übri­gens auch gemacht. das hat vor­her nie­mand so ange­bo­ten und es scheint viele über­zeugt zu haben.

ein bsp. ist ein lie­ber kol­lege von mir, der es inzwi­schen regel­mä­ßi­ger als ich schafft, dort zu blog­gen. er schreibt über ita­lie­ni­sche Poli­tik. als ita­lie­ner in deutsch­land. und er macht das in deut­scher Spra­che. toll.

selbst wenn sein blick sub­jek­tiv ist,  was ich ja auch erwarte und für mich den Reiz aus­macht, erfahre ich da zusätz­lich mehr zum thema als „nur“ über tra­di­tio­nelle wege.

ich finde das schade, das sol­che texte keine beach­tung in dei­nem kom­men­tar fin­den. ganz und gar über­flüs­sig finde ich dann das fazit:

aber von Inno­va­tion oder auch nur den Hauch eines respek­ta­blen Niveaus ist lei­der nichts zu spüren.“

ich finde reis­se­ri­sche über­schrif­ten nicht gut. aber mal ehr­lich: die­je­ni­gen, die sie kri­ti­sie­ren, ver­wen­den sie mit­un­ter auch mal gerne selbst, nicht wahr. nur, es muss mei­nes erach­tens auch was dran bzw. drin sein in dem dann fol­gen­den artikel.

bei huffpo ist das nicht immer der fall. stimmt. aber: was ist mit den blog­gern? was ist mit besag­tem kol­le­gen von mir? ihm und den ande­ren das niveau ein­fach mal eben so abzusprechen, finde ich ungut.

es zeigt mir, dass es auf dich als autor zurück­fällt. warum? es ist viel zu dras­tisch und zu allgmein­gül­tig und wahr­schein­lich genau das gegen­teil von dem, was du von ande­ren für dich und andere ein­for­derst:  näm­lich eine dif­fe­ren­zierte hal­tung und beur­tei­lung statt verallgemeinerungen.

das wollte ich mal kom­men­tie­ren. irgend­wie bin ich sehr froh, dass sowohl huffpo als auch buz­zfeed in deutsch­land am start sind, weil sie den markt ver­än­dern. wir müs­sen uns alle mehr gedan­ken machen.

über die inhalte kann man dis­ku­tie­ren, aber dann bitte auch dif­fe­ren­ziert. sonst kom­men wir nicht vorwärts.

social webzopf