social Media club muenchen, internet world und re:publica 2010

heiligs blechle. das waren zwei wochen voller abwechselung, anstrengend aber äußerst kreativ und spannend. erst war ich auf dem social media club münchen, der unter der regie von prblogger klaus eck ins nam nam geladen hatte. übrigens meine erste leibhaftige begegnung mit einigen von euch, die wir uns bisher nur via twitter, xing oder facebook kannten. Aber dazu später mehr.

in erster linie kam ich nach münchen aus zwei Gründen. erstens wurde ich von den „bloggern der hr-tafelrunde“ zu ihrem jährlichen treffen im rahmen des smc münchen eingeladen. kurze erklärung: marcus schrieb just an dem tag über das 2008er treffen einen Post, als ich bei alma mater mein Volontariat begann. kurze zeit später überlegte ich, wie ich die webseite besser vernetzen könnte und wurde bei eben jenem post von marcus fündig :) und nach und nach konnte ich so mit harter Arbeit und interessanten Texten einen nach dem anderen für die stuttgarter personalvermittlung als online-partner gewinnen, was mich sehr gefreut hat. es ist schon etwas besonderes. deshalb an dieser stelle ein großes DANKE für eure einladung sowie die zusammenarbeit! eva, marcus und thorsten haben in ihren blogs ja auch schon darüber berichtet. leider fehlten thorsten von blogaboutjob, jan und alex von jobtweet oder auch daniela und johannes vom bewerberblog sowie der einzigwahre „Grandmaster“ Kenk von crosswater systems, die ich ebenfalls sehr gerne dort getroffen hätte.

zweitens wollte ich am folgetag erstmals der internet world einen besuch abstatten. sie ist eine fachmesse rund ums internet mit ausstellern, die etwa ihre leistungen im bereich suchmaschinenmarketing bzw. -optimierung vorstellen. parallel dazu fand die tactixx statt, die sich dem affilate marketing verschrieben hat. war cool. vor allem weil ich das expertenforum karriere mit eva, lutz und klaus eck besuchte und über dies weitere bekannte gesichter aus der hr und jobbörsen szene traf, wie etwa die Macher von „allianz kai“.

tja und dann sucht man mal im nam nam ein ruhigeres örtchen auf und trifft auf thomas pfeiffer. er betreibt die wunderbare seite webevangelisten.de und ist aushängeschild von twittwoch e.v. danach traf ich mirko lange, geschäftsführer von talkabout, der bekannten münchener kommunikationsagentur.

und irgendwie dachte ich bei mir, das es eine weise entscheidung war, den smc münchen zu besuchen, denn immerhin trafen sich hier menschen mit dem selben anliegen wie ich: der leidenschaft für social media und dem drang, diese anderen menschen nahezubringen und sich darüber auszutauschen. gerne bin ich wieder dabei 😉

ach so: einen wichtigen punkt hätte ich beinahe unterschlagen: lutz machte auf der internet world dann auch noch spontan ein kleines videointerview mit mir auf seiner neuen kleinen flinken flip. coole sache :) das ganze findet sich auf dem personalmarketingblog von humancaps. ich werde es die tage hier auch noch mal via youtube posten. bin gespannt, wie es euch gefällt. konstruktive kritik ist wie immer erwünscht!

und dann ab auf die re:publica 2010 nowhere – voller gedanken wie es wohl wird und wen man tatsächlich treffen wird und wie da so die stimmung ist bei 2.5000 teilnehmern… allerdings muß ich zugeben, war ich nicht wirklich fit mit gerade mal nem stündchen schlaf… aber egal, denn schon beim einsteigen in das flugzeug traf ich ein bekanntes gesicht: meike leopold, toughe und engagierte cirquent pr managerin, hatte es vorgezogen, den frühen vogel beim wort zu nehmen und so twitterte sie denn auch: „jetzt in txl. hab im flieger schon @johanneslenz getroffen. nett! #rp10

und dann geh ich auf den friedrichstadtpalast zu und denke mir: „mhm, jetzt gehts los. du bist wirklich hier. du saugst in den nächsten beiden tagen nicht nur berliner luft auf sondern auch viel neues. gedanken, argumente, menschen. also: auf in die social media!“

wo fange ich an`gute frage. vielleicht bei meinen events part I und part II. da ich ja zu unchristlicher uhrzeit losgeflogen bin, konnte ich zunächst mit der umtriebigen und bekannten journalistin simone janson ein veritables Frühstück einnehmen, bevor ich mich dann jeff jarvis vortrag unter dem titel the german paradox: privacy, publicness an penises widmetr. doch zuvor fiel mir auf, dass live-twittern nicht ist, da das wlan nicht mochte. und so richtig mochte es auch am folgetag nicht. schade. Ach so und wahrscheinlich ist es euch schon aufgefallen, aber deswegen verpasst ich auch evgeny morozovs vortrag zur twitter revolution. ebenfalls schade.

jarvis machte den anfang der vorträge , die ich mir ansehen wollte. von beginn an streifte jeff wie ein tiger in der manege auf der bühnen des friedrichsstadtpalastes vor den gespannten zuhörern auf und ab, untermalte seine hinter ihm vorgeführten slides mit beispielen und kam schnell zum punkt: warum geben wir alle dem „value of publicness“ nicht mehr gewicht? jarvis wurde ja durch seinen post anlässlich seiner prostata-krebs erkrankung noch bekannter, als er es ohnehin schon war. doch was bringt jemanden dazu, über diese intimität zu bloggen? im falle von jeff eine ganz einfache sache. denn mit seinem gang an die öffentlichkeit via seiner buzzmachine hat er menschen animiert, sich zu diesem selten in der öffentlichkeit diskutierten thema zu äußern. nach dem motto „was ich kann, könnt ihr auch“ schrieben einige kommentare auf seinen post und es entwickelte sich etwas, was es zuvor wohl noch nicht gab.

letztendlich meint jarvis, „we share because of value„. damit, so verstehe ich es jedenfalls, meint er, das wir uns nicht unbedingt über die unzähligen social media kanäle mitteilen um des mitteilen willens, sondern vielmehr unsere gedanken weiterreichen, da wir wert, mehrwert, erkentniss usw. mit anderen teilen möchten und sie wiederum mit uns. man wird sich darüber vortrefflich streiten können, ob dies immer der fall ist, aber im hinblick auf jeffs erkrankung und sein „teilen“ via blogpost hat er wahrscheinlich vielen aus der seele gesprochen, die sich im gegenzug animiert fühlten, ihre erfahrungen öffentlich zu teilen. ich finde das wunderbar. wunderbar, weil man auf einmal feststellt, daß man nicht alleine ist, weil man merkt, daß andere einem mut machen, die krankheit zu überwinden, weil man praktische tipps bekommt, welcher arzt oder welche methode genutzt und für gut befunden wurde. es ist bestimmt nicht jedermanns sache, sich so zu öffnen. aber ich gebe jeff recht: es hat einen ungemeinen wert. für andere wie für einen selbst.

damit neigen sich meine handgeschriebenen aufzeichnungen dem ende. er sprach noch von „transparency as default„, ein punkt, der in die gleich richtung zeigt, wie jeffs argumentation insgesamt. zudem spricht er sich noch für „principals after the google bubble“ aus, die einer „bill of rights of the cuyberspace“ entsprechen sollten. ein hehres ziel, an dem es sich zu arbeiten lohnt.

im anschluss habe ich den vortrag von udo vetter besucht. er referierte über die „spielregeln für den zweiten lebensraum: kleines rechts-abc für blogs, foren und soziale netzwerke“. vorab: ein wirklich guter und klarer vortrag, gespickt mit interessanten einblicken in die tägliche arbeit eines strafverteidigers. und vor allem für (angehende) blogger ein muß, geht es denn auch um aspekte wie das urheberrecht oder den gebrauch von fremden content. aber schaut es euch einfach selbst an:

im anschluss kam peter kruse und präsentierte seine sicht auf die dinge. er ging ja unter dem titel an den start, „wie die netzwerke wirtschaft und gesellschaft revolutionieren“. vorab: für seinenvortrag gab es viel lob und was ich so hörte, war er einer der tagessieger, wenn man es so ausdrücken möchte. für mich nicht. ich fand den vortrag für eine stunde viel zu vollgepackt mit daten, fakten und wissen, dass es mir teilweise schwer fiel ihm zu folgen, auch weil er rasant unterwegs war. aber überzeugt euch selbst davon mittels des videos:

zumal ich auch den eindruck bis jetzt nicht losgeworden bin, dass die erkenntnisse nicht wirklich neu waren, die dargelegt wurden. und 200 heavy-user zu untersuchen, daraus zwei gruppen mit den „digital visitors“ und den „digital residents“ zu identifizieren und festzustellen, daß bei nicht miteinander kommunizieren können… aber seis drum. ich sage selbst immer: wer kritisiert sollte auch alternativen vorlegen. an dieser stelle muß ich gestehen, nicht wirklich viele parat zu haben. denke, daß ich mir einfach nochmal die slides von peter kruse auf scibd genauer ansehen werde.

in meinem nächsten post werde ich auf die übrigen vorträge eingehen, die ich auf der re:publica 2010 besucht habe. so viel für den moment.

„good luck & good night“

Ein Gedanke zu „social Media club muenchen, internet world und re:publica 2010“

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