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huffington post deutschland: fragen für den ersten bloggger-dialog

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heute findet der erste blogger-dialog der huffington post deutschland statt. leider kann ich daran nicht teilnehmen. aber vorhin setzte karsten lohmeyer folgenden tweet ab:

— karsten lohmeyer (@lousypennies) december 10, 2013

und da ich ein paar fragen an die huffington post deutschland habe, nachdem ich inzwischen auch einen artikel dort veröffentlicht habe, will ich sie auf diesem Weg Karsten mitgeben 😉

fragen an die huffington post deutschland

  • warum twittert und facebooked die huffington post deutschland nicht nutzerzentrierter, sprich, teilt nutzer-content oder retweetet, faved oder antwortet auf erwähnungen auch auf twitter?
  • wie steht es um den traffic der huffington post deutschland? bisher wurden keine zahlen veröffentlicht… lediglich die von similarweb und die waren ja nicht so dolle..
  • wie steht und sieht sich die huffington post deutschland im Vergleich zu ihrem wettbewerb (zugkräftige online-medien wie spiegel online & co. da)?
  • bisher fand keine blogger-betreuung statt, was es aber vielleicht auch nicht braucht, weil das backend des cms einfach in der bedienung ist. trotzdem: wie wäre ein monatlicher info-newsletter zu neuesten entwicklungen rundum huffington post deutschland für teilnehmenden blogger oder aber die gezielte vorabinformation der blogger zu bestimmten themen?
  • wie schaut es mit den einnahmen durch werbung für die huffington post deutschland aus?
  • was ist das Besondere am cms und wie genau funktioniert es, etwa was die priorisierung von artikeln betrifft?
  • warum genau haben andere verlage das angebot der koop mit der huffington post (deutschland) abgelehnt?
  • warum können im backend keine fotos hochgeladen werden?
  • warum unterstützt die huffington post deutschland nicht konsequent alle blogger bei der distribution ihres contents via facebook, twitter & co.?

Das wäre es erstmal. Bin gespannt auf die Antworten 🙂

About Johannes Lenz

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social web: wenn das neue mehr als nur kritik hervorruft

@ Sweden Social Web Camp (SSWC) Tjärö by pellesten

vor jahren las ich ein buch. es trug den titel „wie kommt das neue in die welt?„. es wurde vom damaligen siemens vorstandsvorsitzenden, heinrich von pierer, herausgegeben. inzwischen schmorrt das buch im regal und von pierer ist unrühmlich bei siemens gegangen. oder gegangen worden. wie auch immer. für mich war eine botschaft des kleinen sammelbandes ganz klar: das neue kommt nur dann in die welt, wenn man sich ideen und visionen hingibt, diese realisiert und zugegebenermaßen (alt)bekannte strukturen hinterfragt und aufbricht.

das neue in der diskussion

am donnerstag wird die deutsche variante der huffington post online gehen. im vorfeld gab es viele diskussionen. viele gute beiträge, ob wohlwollend oder kritisch. mit der huffpo kommt etwas für deutschland neues. viele blogger bloggen im großen stil „for free“. ihre währung: aufmerksamkeit. reputationsaufbau, der bei dem einen oder anderen sicherlich dazubeitragen soll, dass aufträge generiert werden. bereits mitte vergangener woche ging das branchenblatt lead digital mit einem ähnlich gelagerten projekt an den start. eine gruppe von rund 15 bloggern werden sich regelmäßig zu verschiedensten themen zu wort melden. ich beteilige mich daran.

was haben die beiden vorhaben miteinander gemein? sie rufen kritik hervor. im falle der lead-blogger konnte man sogar feststellen, dass es durchaus mehr als nur kritik war. es wurde persönlich. einigen teilnehmern wurde schlicht die befähigung abgesprochen, überhaupt bloggen zu können …

sachliche kritik bringt uns vorwärts

wer mich kennt und im social web liest, wird zu dem schluss kommen, dass ich eher zurückhaltend bin, was kritik an anderen betrifft. und wenn es doch einmal dazu kommt, dann ist es mir immer wichtig, das diese konstruktiv und sachlich vorgetragen wird. die haudrauf-methode ist nicht meine. und sie wird es bestimmt auch nie. denn dadurch, so denke ich, kommt man nicht vorwärts, schon gar nicht gemeinsam. was viel wichtiger ist: zumeist erzeugt dieses rowdytum beim empfänger genau das gegenteil dessen, was eigentlich beabsichtigt wurde.

zurück zum neuen. es kommt fröhlich daher spaziert, trifft auf die wie auch immer gearteten althergebrachten strukturen, reibt sich an ihnen. argumente werden ausgetauscht. für und wider fliegen wie wild durcheinander, gehören zu einer gesunden und durchaus emotionalen debatte einfach dazu. position beziehen könnte man es auch nennen.

wenn die kritik persönlich wird 

dieser satz beginnt nicht mit einem aber, auch wenn es mir auf der tastatur liegt. man muss ja das neue nicht sofort umarmen oder es lobhudeln bis zum abwinken. nur: wenn sich menschen aufregen und ihre kritik von sachlich auf persönlich umschaltet, während das neue von anderen offenherzig begrüßt wird, dann stelle ich mir eine frage: warum die ätzende ablehnung? warum ist das gerade unter menschen so, die für sich selbst doc recht oft in anspruch nehmen, „openminded“ zu sein? ist es neid, der an ihnen nagt? oder gar persönliche ablehnung?

viel feind, viel ehr oder falsche sicherheit 

ich könnte an dieser stelle enden und alles wegwischen mit „viel feind, viel ehr“. aber das bringt und und mich nicht vorwärts. ich frage mich, warum einige meinen, darüber befinden zu können, was etwa bloggen ist und was nicht. was ist denn bloggen überhaupt? ist facebook blogging (wie es robert immer wieder zeigt) denn blogging? ist blogging heute nicht mehr eine geschichte von influencern, die mit starken (persönlichen) netzwerken auf unterschiedlichsten plattformen viel reichweite besitzen bzw. erzeugen? vielleicht ist es aber auch gar nicht so sehr die frage, warum sich die menschen echauffieren, sondern das wie bzw. der stil, das dass züngleich an der waage ist.

meine antwort: das social web ist wie das offline leben. der einzige unterschied zwischen beiden ist: im social web gehen einige noch ein stück mehr aus sich heraus als sie es persönlich bzw. offline je machen würden. der grund: man fühlt sich doch irgendwie privat und sicher im social web, obwohl man es gar nicht ist. im gegenteil.

das neue birgt chancen

so sehe ich es. ich hoffe, dass viele andere und ich, das wir uns unsere neugierde behalten und sie in zukunft noch oft miteinander teilen können. ich hoffe, dass diejenigen, die es bisher nicht vermochten, kritik sachlich und konstruktiv zu äußern, es lernen. ich hoffe. und die hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

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blogger relations: gothaer lädt zum blogger-event

Areal um die Donnersberger Brücke #g2k #gothaer

wenn eine versicherung wie die gothaer zum blogger-event lädt, dann horcht man auf. oder man lässt es. bei mir war ersteres der Fall. was ist schon spannender als eine versicherung? so ziemlich alles, werden viele jetzt denken, ich eingeschlossen. und ich denke es immer noch. aber eine versicherung, die explizit den kontakt mit bloggern sucht, das ist dann schon eine andere nummer.

genauso wie die location: die gothaer lud vor zweieinhalb wochen in die design living offices. das ganze areal hat mit versicherung so viel zu tun wie ich mit versicherungen am hut habe. nichts. gut, klar, ich bin versichert. wie ich erfuhr, hat der durchschnittliche deutsche sondern sechs und mehr versicherungen abgeschlossen. ob er sie alle benötigt, steht auf einem ganz anderen anderen Blatt.

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