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das neue wagen: hurra!

ihr habt es gestern vielleicht gelesen. In irgendeinem stream. vielleicht aber auch nicht. man bekommt ja schließlich nicht alles mit. wie auch immer: ich werde das neue wagen. so wie vor zwei jahren. hurra!

anno 2010 kündigte ich meinem damaligen arbeitgeber alma mater. ich wollte neues wagen. das neue war dann, nahezu vierundzwanzig stunden online zu sein, zu schauen, was im social web passiert, darüber zu bloggen, zu twittern, zu facebooken, zu diskutieren. aber das alles mit einem ziel. ich wollte einen job. einen job, in welchem ich genau dieses auch machen konnte. indem ich mich einbringen konnte mit der erfahrung, die ich gesammelt habe. dazu zähle ich die gespräche, denen ich im social web beiwohnte, die menschen, die ich on- wie offline traf und so weiter und sofort. jedoch: ich war arbeitslos. wie gesagt: ich hatte gekündigt. gekündigt, weil ich wusste, dass ich mein ziel erreichen würde. das war ein wagnis. aber manchmal muß man im leben ein solches eingehen. denkt mal drüber nach.

nun, dann geschah etwas, mit dem ich nicht rechnete und was ich nicht mehr einwandfrei rekonstruieren kann. ein blogger und zur damaligen zeit auszubildender bzw. dann junior konzeptioner von grey wurde auf mich aufmerksam. wie genau und warum überhaupt kann ich so genau nicht mehr sagen. aber andre paetzel wird sich bestimmt noch erinnern, denn er meinte, ich solle doch einfach mal nach düsseldorf kommen und meine gedanken über das social web vortragen.

um es abzukürzen: ich bin tatsächlich ins rheinland gefahren. allerdings und das ist mein ernst: ich dachte im anschluss an den vortrag bei aller freude nicht im traum daran, das ich mal in einer werbeagentur, zumal dieser renommierten, arbeiten würde. vielmehr war ich ein klein bisschen stolz auf mich, dass ich überhaupt einmal die möglichkeit bekam, meine gedanken zum thema mit interessierten offline zu teilen. zwei monate später fing ich bei grey an.

in diesen zwei jahren ist viel passiert. andre verließ die agentur und folgte dem ruf des vormaligen grey chairman`s frank „stuhlmann“ dopheide. ich legte nach und nach meine unsicherheit ab und ideen sowie taten an den tag. immer häufiger sauste ich ins büro meines chefs und unterbreitete ihm dieses und jenes, was man umsetzen könne oder gar müsse, um das profil der agentur im social web zu schärfen. und er ließ mich oft gewähren, trieb mich an. aber: er forderte immer eine klare argumentation. denn eines sollte klar sein: social media schön und gut. aber es ist und darf kein selbstzweck sein, wenn man für ein unternehmen oder eine marke im social web unterwegs. und doch: die persönliche leidenschaft und der enthusiasmus sollten dabei nicht zu kurz kommen. ich denke, gesunder menschenverstand hilft dabei.

es gab in diesen zwei jahren auch kniffelige situtationen, momente der enttäuschung, tage voller sonnenschein, tage höchster belastung, im grunde eigentlich alles, was jeder von uns aus seinem arbeitsleben hoffentlich kennt. und ich muss sagen, das ich im nachhinein sehr froh darum bin, weil ich viele wichtige erfahrungen gesammelt habe. erfahrungen, die mich als mensch, als social web enthusisasten oder einfach nur als  arbeitnehmer weitergebracht haben.

eines ist mir dabei immer wichtig gewesen: grey. das wohl der marke grey. und die ist nur so gut, lebendig, raffiniert, ideenreich, kreativ, zukunftsorientiert oder weitsichtig, wie die menschen es sind, die sie leben. und ich habe sie gerne gelebt, verteidigt, für sie eingestanden und mit ihr gelacht! ich habe viel von ihr gelernt. und: ich verlasse sie mit schwerem herzen.

aber: ich wage jetzt das neue. wieder. ich gehe einen neuen schritt. wie vor zwei jahren mag ich ein wagnis eingehen. aber ich gehe es gerne ein. in mancher hinsicht von herzen gerne. vielleicht muss ich es sogar auch eingehen. auf jeden fall aber wird es mich auf meinem weg weiterbringen.

yu-ting, dir wünsche ich ganz viel spaß, neugierde und ideen!

rock ’n‘ roll 🙂

fortsetzung folgt.

About Johannes Lenz

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