tum­blr: ab mor­gen mehr geld, aber eine zukunft?

yahoo is buying tumblr - source http://bit.ly/12EES3i

yahoo vor der über­nahme von tum­blr. der beliebte blog­ging­dienst …” so oder so ähnlich las sich das ges­tern auf dem info­screen in der ubahn-haltestelle auf dem weg ins theater. erstaunlich über­haupt, wie diese mel­dung in aller welt rasende ver­brei­tung fin­det. gedan­ken zu einem neuen “traum­paar” in der welt des internets.

Wei­ter­le­sen

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social web enthu­si­ast, cor­po­rate social com­mu­ni­ca­ti­ons @akom360gmbh, edi­tor of http://blog.akom360.de and fan of wer­der bremen

ins­ta­gram: kein bei­spiel für geduld im social web. oder?

world clock

in “echtzeit-zeiten” und wie­der­keh­ren­den rekor­den bei der nut­zungs­in­ten­si­tät von social media kanä­len wür­den viele spon­tan ant­wor­ten: ja, geduld spielt keine rolle. mit geduld lockt man keine maus zum ret­weet, like oder share im social web her­vor. auf auf, wir haben keine zeit und jagen der infor­ma­tion, news, mel­dung usw. hin­ter­her. geduld wirkt da wie eine Hand­bremse, die man bei vol­ler fahrt anzieht.

eine min­der­heit würde mit nein ant­wor­ten. ein schnel­les urteil kann fehl­lei­ten. ein schnel­les urteil auf basis eini­ger ‚win­zig klei­ner infor­ma­ti­ons­brö­sel ist kein urteil, son­dern ein schnell­schuss. und die­ser geht in der regel immer nach hin­ten los.

schnell­schüsse statt geduld

es gibt aber auch schnell­schüsse, die so viele mäuse im social web her­vor­lo­cken, dass man sich fra­gen kann, ob da hirn im spiel ist oder nicht viel­mehr vakuum. und mit vakuum meine ich, das aber auch jede maus schnell einen ret­weet, like, share, mel­dung, blog­post usw. raus­hauen muss. und alle schrei­ben das glei­che, um das größte stück vom gereif­ten brie, camem­bert, man­chego oder grana pad­ano zu ergattern.

so ein käse war etwa die dis­kus­sion um ins­ta­gram. von novem­ber bis anfang januar waren die mäuse in auf­ruhr; erst wegen der agb-änderungen, dann wegen der sin­ken­den nut­zung­zah­len und schließ­lich wegen der doch nicht sin­ken­den nut­zungs­zah­len. und alle mäuse woll­ten einen mög­lichst gros­ses stück vom käse. mit dabei waren, wie ein blick auf die google such­er­geb­nisse zeigt, bekannte und nam­hafte zei­tun­gen, bou­le­vard­ma­ga­zine oder tech-magazine.

die katze war dabei nicht sam mit sei­nen augen­brauen, der der­zeit für furore sorgt, son­dern ins­ta­gram selbst. die katze zeigte ihre kral­len und offen­barte rund 100 Mio. monat­lich aktive Nut­zer. das gab es zuvor nicht. ins­ta­gram, wie zuvor schon google, face­book oder lin­ke­din, hielt sich lange bedeckt, was genaue zah­len zur nut­zung der eige­nen platt­form anbe­trifft. dies scheint sich geän­dert zu haben.

um es vor­weg­zu­neh­men: ins­ta­gram kann es sich nicht erlau­ben, bei den zah­len zu mogeln. und ja, ins­ta­gram ist die­sen schritt auf­grund des öffent­li­chen drucks auf­grund der von ihm ver­schul­de­ten agb-debatte gegangen.

aber: erst hor­ror­mel­dun­gen zu ver­fas­sen, dass ins­ta­gram mäch­tig an nut­zern ver­liert (bei­spiele: “ins­ta­gram ver­liert die hälfte sei­ner stamm­kun­den”, “ins­ta­gram ver­liert 50% sei­ner akti­ven nut­zer in einem Monat”, “ins­ta­gram ver­liert hälfte der stam­mu­ser” oder “user lau­fen foto­dienst davon — ins­ta­gram ver­liert mas­sen­haft nut­zer…”) — was so gar nicht offi­zi­ell bestä­tigt wurde -, um dann hin­ter her zu schrei­ben, dass es doch nicht so wild sei und dabei auf die von ins­ta­gram ver­öf­fent­lich­ten zah­len zu ver­wei­sen, das ist für mich vakuum.

es geht dabei ganz gewiss nicht um geduld. was zählt ist schnel­lig­keit, auf­merk­sam­keit und views. das finde ich zutiefst bedau­er­lich. vor allem dann, wenn es nicht nur die tun, von denen man es sich ins­ge­heim denkt, son­dern wenn auch jene dabei sind, die qua­li­tät in der regel großschreiben.

muss man denn heut­zu­tage hin­ter jedem käse herjagen?

Bild­quelle: “Es schlägt 5 vor 12!”, eige­nes Telefon

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das social web und seine unend­li­che weiten

zuge­ge­ben, die head­line ist etwas kom­pli­ziert. oder auch ver­quer. war spon­tan. was bei­leibe nicht alle von sich sagen kön­nen. denn der­zeit ist es mal wie­der en vogue, social media in die kiste zu kicken. die­se­mal lau­ten die head­lines: “face­book vor dem exo­dus? ein paar gedan­ken dazu” und “endet der hype um social media?

damit keine miß­ver­ständ­nisse auf­kom­men: ich schätze jür­gen viel­meier und seine arbeit bei basic­t­hin­king. per­sön­lich haben wir uns glaube ich mal kurz bei der tasse bier vor nem jahr in ber­lin getrof­fen. und zu tho­mas koch brau­che ich eigent­lich nichts zu sagen. rock ‘n‘roller der alten schule, mit dem ich zu spä­ter stunde schon die eine oder andere ziga­rette bei einem kalt­ge­tränk gepafft habe. und des­sen bas­set mor­ti­mer übri­gens uns alle in sachen social media wahr­schein­lich in den sack steckt. unte run­ter seine löf­fel. so!

und natür­lich wol­len die bei­den mit uns das gespräch suchen über den aktu­el­len stand und die zukunft des größ­ten social net­works. ok. gerne. aller­dings frage ich mich ernst­haft, wie man der­zeit davon spre­chen kann, dass face­book bei zei­ten das zeit­li­che seg­nen soll…

nur weil die ver­weil­dauer umstrit­ten ist (mal sinkt, mal steigt), sor­rell anzwei­felt, dass das netz­werk ein geeig­ne­tes instru­ment für wer­bung sei, pro­bleme bei der pri­vats­sphäre immer wie­der viru­lent sind, das user­face nicht jedem schmeckt, die mobile app lie­ber lädt als funk­tio­niert usw.

mal ehr­lich: wer krit­teln will, fin­det über­all was, ob das nun face­book ist oder sonst wer. vor allem ist es auch etwas ein­fach, den blick in die glas­ku­gel zu wer­fen und los­zu­le­gen… das klappt hjalt nicht, wie auch die wirt­schafts­wei­sen oder andere mit ver­meint­li­chen hell­se­he­ri­schen kräf­ten aus­ge­statte zeit­ge­nos­sen immer wie­der mal feststellen.

dabei geht es ja auch immer um wahr­schein­lich­kei­ten bei die­sen pro­gno­sen oder vor­aus­sa­gen oder sagen wir ver­mu­tun­gen. auf face­book bezo­gen stellt sich dann die frage: wie ver­tra­gen sich die “todes­glo­cken” eigent­lich mit einer nut­zer­ba­sis von rund 1 mrd. mit­glie­der welt­weit, einem bör­sen­gang, einem super­brain an der spitze, einem per­ma­nen­ten inno­va­ti­ons­drang sowie gewin­nen bei der wer­bung auf der plattform?

ein­wurf: da schau her. wie ich gerade sehe, scheint sich die aktie von face­book an der nas­daq der­zeit ein wenig zu erho­len… inter­es­siert aber nicht so viele oder?

[bild­quelle: google finance :) ]

in mei­nen augen gar nicht. sicher ist nicht alles gold was in palo alto glänzt. das gilt aber auch für die jungs von google und über­haupt alle ande­ren player im social bereich. letzt­lich müs­sen sie alle aber und das meine ich ein wenig aus den tex­ten von koch & viel­meier her­aus­zu­le­sen, immer auf der hut sein, die schere zwi­schen geld­ver­die­nen und nut­zer­ba­sis nicht zu groß wer­den zu las­sen, sprich bei­spiels­weise durch die pene­tra­tion mit wer­bung die mit­glie­der dazu zu ver­lei­ten, sich sich ande­ren ange­bo­ten zuzuwenden.

das was face­book aber auch google, die bei­den gro­ßen ökosys­teme im social web in den ver­gan­ge­nen jah­ren auf­ge­baut haben, wird wei­ter­hin bestand haben. na klar wer­den neue player hin­zu­kom­men, nur ob sie diese umfas­sende und nut­zen­stif­tende wirk­lich­keit schaf­fen kön­nen, wird man abwar­ten müs­sen. von pin­te­rest, ins­ta­gram oder ande­ren apps, com­mu­nities oder spe­cial inte­rest net­works wird man dies nicht erwar­ten (können).

[bild­quelle: welt­raum by roberto verzo]

und damit bin ich an einem punkt ange­langt, der mich mit blick auf das der­zei­tige erschei­nungs­bild des social webs fol­gende über­spitzt for­mu­lierte “star wars‘esque” zustands­be­schrei­bung tref­fen lässt:

es exis­tiert das social web das, ich mit den unend­li­chen wei­ten des welt­raums ver­glei­chen würde. die bei­den größ­ten pla­ne­ten­sys­teme sind face­book und google, die so ziem­lich alles mit­brin­gen, was man braucht um auf ihnen luft schnap­pen zu kön­nen. um sie herum schwir­ren eine menge klei­ne­rer pla­ne­ten mit beson­de­ren merk­ma­len, wel­che das leben auf den bei­den gro­ßen wun­der­bar ergän­zen. man­che wie ins­ta­gram, pin­te­rest oder viddy stel­len gewisse vor­lie­ben und inter­es­sen in den vor­der­grund, was sie durch­aus attrak­tiv macht, aller­dings nicht dazu führt, das sie an die pla­ne­ten­klasse von google oder face­book her­an­rei­chen, wobei diese die klei­nen gele­gent­lich in ihrer sys­teme auf­neh­men. was aber alle eint, ob pla­ne­ten­sys­tem oder kleine pla­ne­ten, ist, das sie sich eine daseins­be­rech­ti­gung bei den welt­raum­rei­sen­den geschaf­fen haben durch ihre größe oder ihre spe­zia­li­tät, beson­dere inter­es­sen anzusprechen.

thats it. wie es wei­ter­geht ent­schei­den wir. und es wird wei­ter­ge­hen mit social media und dem gan­zen kram, ob nun in echt­zeit, nor­ma­ler zeit oder hat im raum-zeit-kontinuum. es gibt nicht den einen gro­ßen pla­ne­ten, es herrscht viel­falt im social web. und die ver­su­che ich zu nut­zen, um zu träu­men, um mehr­wert zu stif­ten, um gedan­ken zu tei­len, um geld zu ver­die­nen, um zu blog­gen, um mich inspi­rie­ren zu las­sen usw.

ener­gie!

 

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bosch im gespräch (1/2): “wenn ich durch die stadt gehe und mir etwas inter­es­san­tes auf­fällt, dann foto­gra­fiere ich es”

irgend­wann fing ich an, die foto anwen­dung instagr.am auf dem smart­phone zu benut­zen. warum? nun, mein netz­werk wies mich dezent dar­auf­hin und ich habe es aus­pro­biert und fest­ge­stellt, dass es irgend­wie ver­dammt viel spaß macht, sich schnell zu über­le­gen, wie ich mich posi­tio­niere und das objekt der begierde in szene setze. und natür­lich, dass ich mein netz­werk daran teil­ha­ben las­sen kann. jeden­falls habe ich lange zeit einen der zehn oder wie vie­len fil­ter genutzt. inzwi­schen nutze ich sie kaum mehr oder wenn, einen recht dezen­ten und ver­wende auch mal snap­seed. aber ich schweife ab. es dau­erte nicht lange, bis ich auf jeman­den auf­merk­sam wurde, den ich letz­tes jahr auf dem video­camp in ber­lin ken­nen­lernte und der mir als blog­ger schon ein wenig bekannt war.

Bild: Twitter-Profil @bosch - Foto by Katja Klein

genauer gesagt als bosch. ja genau, wie der her­stel­ler der gleich­na­mi­gen kühl­schränke, werk­zeuge, pum­pen usw. im wah­ren leben heißt bosch andré krü­ger. und da ich beruf­lich neu­lich beim face­book camp war, habe ich ihn dort­hin “gelockt” und ein­fach mal gefragt, ob er lust und vor allem zeit hat für ein gespräch hier im blog. und ich ließ ihm gar keine wahl, nein zu sagen.

wir ver­ein­bar­ten, uns gegen­sei­tig via google drive mit fra­gen und ant­wor­ten zu bom­bar­die­ren und uns via twit­ter kur­zu­zu­schlie­ßen … das ergeb­nis lest Ihr hier. und in anbe­tracht der aus­führ­lich­keit haben wir uns dann aber doch dazu ent­schlos­sen, euch zwei teile anzu­bie­ten ;)

johan­nes: moin andré, na wie geht’s dir. was machst Du gerade? blog­gen oder einen foto-spaziergang in berlin?

andré: ich weile gerade aus beruf­li­chen grün­den in der haupt­stadt. wäh­rend das schrei­ben eines blog­tex­tes doch grö­ße­rer auf­merk­sam­keit bedarf, ist die han­dy­fo­to­gra­fie für mich eher etwas bei­läu­fi­ges. wenn ich durch die stadt gehe und mir etwas inter­es­san­tes auf­fällt, dann foto­gra­fiere ich es. bin­nen ein bis zwei minu­ten ist das bild dann auf dem tele­fon bear­bei­tet und hochgeladen.

johan­nes: aha. aber was macht denn nun den reiz für dich aus, zu “Ins­ta­gram­men”? immer­hin hast du dem spie­gel kurz nach bekannt­wer­den des kaufs der app durch face­book ein inter­view gege­ben… und hast eine fünf­stel­lige fol­lo­wer­schaft, die tag­täg­lich deine fotos kom­men­tiert oder liked… “bei­läu­fig” scheint mir in die­sem zusam­men­hang wohl eher “under­state­ment” zu sein oder etwa nicht?

andré: das ist zwar rich­tig, aber den­noch ist das foto­gra­fie­ren für mich ein eher bei­läu­fi­ger vor­gang. wenn ich eine auf­nahme mache, denke ich nicht dar­über nach, wie ein bestimm­tes bild bei mei­nen fol­lo­wern ankom­men könnte, son­dern ori­en­tiere mich an dem, was ich für foto­gra­fie­rens­wert erachte. der reiz an Ins­ta­gram ist zum einen das unmit­tel­bare: die gemach­ten fotos sind sofort für jeder­mann sicht­bar. zum ande­ren spielt die com­mu­nity auf ins­ta­gram eine große rolle. ich foto­gra­fiere nicht nur selbst, son­dern betrachte auch gern die bil­der derer, denen ich folge. für fast jede rich­tung der foto­gra­fie von archi­tek­tur bis hin zu mode­fo­to­gra­fie gibt es auf ins­ta­gram her­vor­ra­gende foto­gra­fen. oft staune ich, was mit einem mobil­te­le­fon mög­lich ist. über die bil­der ent­steht mit­tels kom­men­tare und likes eine kom­mu­ni­ka­tion oft über kon­ti­nente hin­weg. anders als bei twit­ter ist man auf ins­ta­gram nicht auf sei­nen sprach­raum festgelegt.

johan­nes: es ist also eine mischung aus unmit­tel­bar­keit, gemein­schaft­li­cher kom­mu­ni­ka­tion und viel­falt, die den reiz für dich an ins­ta­gram aus­macht. das trifft auf twit­ter eben­falls zu… den unter­schied macht die visua­li­tät: twit­ter lebt von 140 zei­chen, die links zu bil­dern usw. ent­hal­ten kön­nen (optio­nen: orts­an­gabe, pos­ten auf div. social net­works), ins­ta­gram stellt das bild in den vor­der­grund, das ich mit optio­na­ler orts­an­gabe ver­se­hen auch auf face­book oder twit­ter pos­ten kann. spie­gelt der erfolg von ins­ta­gram (und in des­sen folge pin­te­rest & co.) die immer stär­ker wer­dende bedeu­tung von visua­li­tät in der gesell­schaft­li­chen kom­mu­ni­ka­tion wie auch in der mar­ken­kom­mu­ni­ka­tion wieder?

andré: ob die bedeu­tung der visua­li­tät in der gesell­schaft­li­chen kom­mu­ni­ka­tion zunimmt, muss die wis­sen­schaft klä­ren. mein ein­druck ist, dass es men­schen gibt, die bes­ser mit text umge­hen kön­nen und es men­schen gibt, die sich eher von visu­el­len ein­drü­cken ange­spro­chen füh­len. manch­mal gibt es über­schei­dun­gen, aber sub­jek­tiv betrach­tet doch eher sel­ten. in der mar­ken­kom­mu­ni­ka­tion spielt ins­ta­gram noch eine zu ver­nach­läs­si­gende rolle, obgleich es bereits erfolg­rei­che cases gibt. bur­berry ver­zeich­net rd. 390.000 Fol­lo­wer und auch ford hat mit #fies­ta­gram bereits einen wett­be­werb auf ins­ta­gram aus­ge­lobt. den­noch sind mar­ken, die auf ins­ta­gram aktiv sind, noch ein­zel­fälle. auf facebook-pages kön­nen wir jedoch einen trend beob­ach­ten, dass fans stär­ker auf bild– und video­bot­schaf­ten als auf rei­nen text reagieren.

johan­nes: gut und wie ist das mit pin­te­rest, die ja nicht von der app als platt­form kom­men, son­dern web­ba­siert sind? bist du dort aktiv und kannst uns dei­nen ein­druck wie­der­ge­ben? was kann die viel­dis­ku­tierte “vir­tu­elle bil­der­wand” aus dei­ner sicht für die mar­ken­kom­mu­ni­ka­tion brin­gen und warum geht von dem star-up so eine fas­zi­na­tion aus?

andré: ich habe mir pin­te­rest ange­se­hen, bin dort aber nicht aktiv. daher habe ich nur einen sehr unvoll­stän­di­gen ein­druck. (das ist immer so, von außen betrach­tet.) mich hat pin­te­rest, als reine bil­der­schleu­der, nicht gepackt. ich per­sön­lich finde platt­for­men inter­es­san­ter, auf denen die nut­zer eigene urhe­bun­gen zei­gen. tum­blr–blogs sind auch häu­fig “nur” kura­tiert, zei­gen aber doch häu­fig (pop-)kulturelle errun­gen­schaf­ten der netz­welt. pin­te­rest hin­ge­gen scheint mir eher pro­dukt­ge­trie­ben zu sein. das muss nichts schlech­tes sein, nur inter­es­siert es mich halt nicht. nut­ze­rIn­nen haben offen­bar einen aus­ge­präg­ten drang, über pin­te­rest vor allem bil­der von pro­duk­ten zu zei­gen. somit hat es natür­lich seine daseins­be­rech­ti­gung und wird mög­li­cher­weise auch für mar­ken eine rolle spie­len. es bleibt jedoch zu beob­ach­ten, wie sich der Hype entwickelt.

johan­nes: inter­es­sant… pin­te­rest als “bil­der­schleu­der”… ich bin mir nicht ganz so sicher, ob das pro­dukt dort im Vor­der­grund steht oder nicht eher indi­rekt über die lei­den­schaft, die nut­zer für ein bild hegen. aller­dings sehe ich immer wie­der, wie etwa rei­hen von bil­dern die runde machen… neu­lich nacht etwa donuts mit gesich­tern ;) aber ich schweife ab. du schreibst, du fin­dest platt­for­men, auf wel­chen nut­zer ihr eige­nes gewerke dar­stel­len, inter­es­san­ter. das führt mich zur frage, was dich und dein digi­ta­les dasein antreibt. was bedeu­tet es für dich, in digi­ta­len sphä­ren unter­wegs zu sein?

die ant­wort auf diese frage könnt ihr dem­nächst hier im blog im 2. teil lesen, wenn es wie­der heißt: du @bosch, ich hab da mal ne frage ;)

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das neue wagen: hurra!

ihr habt es ges­tern viel­leicht gele­sen. In irgend­ei­nem stream. viel­leicht aber auch nicht. man bekommt ja schließ­lich nicht alles mit. wie auch immer: ich werde das neue wagen. so wie vor zwei jah­ren. hurra!

anno 2010 kün­digte ich mei­nem dama­li­gen arbeit­ge­ber alma mater. ich wollte neues wagen. das neue war dann, nahezu vier­und­zwan­zig stun­den online zu sein, zu schauen, was im social web pas­siert, dar­über zu blog­gen, zu twit­tern, zu face­booken, zu dis­ku­tie­ren. aber das alles mit einem ziel. ich wollte einen job. einen job, in wel­chem ich genau die­ses auch machen konnte. indem ich mich ein­brin­gen konnte mit der erfah­rung, die ich gesam­melt habe. dazu zähle ich die gesprä­che, denen ich im social web bei­wohnte, die men­schen, die ich on– wie off­line traf und so wei­ter und sofort. jedoch: ich war arbeits­los. wie gesagt: ich hatte gekün­digt. gekün­digt, weil ich wusste, dass ich mein ziel errei­chen würde. das war ein wag­nis. aber manch­mal muß man im leben ein sol­ches ein­ge­hen. denkt mal drü­ber nach.

nun, dann geschah etwas, mit dem ich nicht rech­nete und was ich nicht mehr ein­wand­frei rekon­stru­ie­ren kann. ein blog­ger und zur dama­li­gen zeit aus­zu­bil­den­der bzw. dann junior kon­zep­tio­ner von grey wurde auf mich auf­merk­sam. wie genau und warum über­haupt kann ich so genau nicht mehr sagen. aber andre paet­zel wird sich bestimmt noch erin­nern, denn er meinte, ich solle doch ein­fach mal nach düs­sel­dorf kom­men und meine gedan­ken über das social web vortragen.

um es abzu­kür­zen: ich bin tat­säch­lich ins rhein­land gefah­ren. aller­dings und das ist mein ernst: ich dachte im anschluss an den vor­trag bei aller freude nicht im traum daran, das ich mal in einer wer­be­agen­tur, zumal die­ser renom­mier­ten, arbei­ten würde. viel­mehr war ich ein klein biss­chen stolz auf mich, dass ich über­haupt ein­mal die mög­lich­keit bekam, meine gedan­ken zum thema mit inter­es­sier­ten off­line zu tei­len. zwei monate spä­ter fing ich bei grey an.

in die­sen zwei jah­ren ist viel pas­siert. andre ver­ließ die agen­tur und folgte dem ruf des vor­ma­li­gen grey chairman‘s frank „stuhl­mann“ dop­heide. ich legte nach und nach meine unsi­cher­heit ab und ideen sowie taten an den tag. immer häu­fi­ger sauste ich ins büro mei­nes chefs und unter­brei­tete ihm die­ses und jenes, was man umset­zen könne oder gar müsse, um das pro­fil der agen­tur im social web zu schär­fen. und er ließ mich oft gewäh­ren, trieb mich an. aber: er for­derte immer eine klare argu­men­ta­tion. denn eines sollte klar sein: social media schön und gut. aber es ist und darf kein selbst­zweck sein, wenn man für ein unter­neh­men oder eine marke im social web unter­wegs. und doch: die per­sön­li­che lei­den­schaft und der enthu­si­as­mus soll­ten dabei nicht zu kurz kom­men. ich denke, gesun­der men­schen­ver­stand hilft dabei.

es gab in die­sen zwei jah­ren auch knif­fe­lige situ­ta­tio­nen, momente der ent­täu­schung, tage vol­ler son­nen­schein, tage höchs­ter belas­tung, im grunde eigent­lich alles, was jeder von uns aus sei­nem arbeits­le­ben hof­fent­lich kennt. und ich muss sagen, das ich im nach­hin­ein sehr froh darum bin, weil ich viele wich­tige erfah­run­gen gesam­melt habe. erfah­run­gen, die mich als mensch, als social web enthu­sisas­ten oder ein­fach nur als  arbeit­neh­mer wei­ter­ge­bracht haben.

eines ist mir dabei immer wich­tig gewe­sen: grey. das wohl der marke grey. und die ist nur so gut, leben­dig, raf­fi­niert, ide­en­reich, krea­tiv, zukunfts­ori­en­tiert oder weit­sich­tig, wie die men­schen es sind, die sie leben. und ich habe sie gerne gelebt, ver­tei­digt, für sie ein­ge­stan­den und mit ihr gelacht! ich habe viel von ihr gelernt. und: ich ver­lasse sie mit schwe­rem herzen.

aber: ich wage jetzt das neue. wie­der. ich gehe einen neuen schritt. wie vor zwei jah­ren mag ich ein wag­nis ein­ge­hen. aber ich gehe es gerne ein. in man­cher hin­sicht von her­zen gerne. viel­leicht muss ich es sogar auch ein­ge­hen. auf jeden fall aber wird es mich auf mei­nem weg weiterbringen.

yu-ting, dir wün­sche ich ganz viel spaß, neu­gierde und ideen!

rock ‘n’ roll :)

fort­set­zung folgt.

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der ipo-stift

P250

heute reicht face­book die unter­la­gen für den boer­sen­gang ein, schrei­ben die gazet­ten. ohne die­sen schrei­ber­ling wäre dies unvorstellbar…

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