Alle Beiträge von Johannes Lenz

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All­tag eines neu­en Blog­ger

Aller guten Din­ge sind derer drei. Also grei­fe ich in die Tas­ten, nicht um zu twit­tern, son­dern um zu blog­gen. Der letz­te Post und die Reak­tio­nen dar­uf haben mich dar­in bestärkt, die­sen ein­ge­schla­ge­nen Weg wei­ter­zu­ge­hen. Zwar fra­ge ich mich noch immer, ob ich für Pos­te­rous eigent­lich den Begriff “Blog­gen” so ver­wen­den kann/darf/will, wie es http:www.twitter.com/robgreen http://www.twitter.com/sachark, http://www.twitter.com/saschalobo, http://www.twitter.com/codeispoetry, http://www.twitter.com/talkabout oder http://www.twitter.com/klauseck tun. Aber im Gegen­satz zu den „A‑Bloggern“, wie es land­läu­fig heißt, mache ich dies erst seit kur­zem und bin damit ein „neu­er Blog­ger“, ein „Green­horn“ eben. Und dem gesteht man ja dann doch hof­fent­lich ein wenig zu…

Aber die fünf haben mit mir doch auch Din­ge gemein. Jetzt wird der eine oder ande­re sich fra­gen, was das wohl in aller Welt sein wird. Es ist sim­pel: Wenn man sich mit sei­nen mehr als vier Buch­sta­ben vor ver­sam­mel­ter (Netz-) Welt so prä­sen­tiert, dann muß man zumin­dest eine klei­ne aber fei­ne Aus­prä­gung der Selbst­lie­be in sich tra­gen.

Damit kom­me ich zu einem Punkt, den der „Soci­al Media Rea­list“ Uwe Knaus auf­ge­grif­fen hat, wenn er bloggt: „Die Digi­ta­le Avant­gar­de kann einen gewis­sen Hang zum Nar­ziss­mus nicht ver­leug­nen und wird des­we­gen wei­ter­hin ver­su­chen im Mit­tel­punkt zu ste­hen, bis das „Ich“ ers­te Erschöp­fungs­er­schei­nun­gen auf­weist.“ Ich schät­ze, dass er sich da nicht aus­nimmt.

Ich aber könn­te jetzt anfan­gen und ent­ge­gen­set­zen: War­um wer­det Ihr gera­de müde, wenn ich auf­ste­he? Und vor allem: Ist das eine rich­ti­ge Zustands­be­schrei­bung des­sen was wir Tag für Tag in unse­ren Netz­wer­ken hören, lesen oder arti­ku­lie­ren? Mit geht es jetzt nicht um Avant­gar­de und Medi­en­nut­zungs­kom­pe­tenz. Viel­mehr will ich dar­auf hin­aus, dass die Selbst­lie­be den Blick nach außen öff­net und Auf­merk­sam­keit möch­te. In die­sen kar­ne­val­lis­ti­schen Tagen könn­te man auch sagen: Wol­le mer se raus­las­sen und uffan­ge? Ja ich will!

auf­merk­sam­keit

Ich habe bei Kers­tin Hoff­mann gele­sen, dass „Auf­merk­sam­keit die Wäh­rung des Soci­al Web ist.“ Und da gebe ich Ihr völ­lig recht. Denn: Wer durch das Soci­al Web saust, auf vie­len Pro­fi­len zuhau­se ist, der ist vir­tu­ell prä­sent, schal­tet sich oft­mals in Dis­kus­sio­nen ein und pos­tet Bei­trä­ge. Die­ser Mensch will Auf­merk­sam­keit, weil ihn sei­ne Selbst­lie­be dazu treibt…naja, das wäre jetzt arg ein­fach und wür­de vie­len Men­schen und ihrer Leis­tung – ich schrei­be das für alle, ob Blog­ger, Twit­te­ra­ti oder Buz­zer in Bezug auf die Kom­pe­tenz für Kom­mu­ni­ka­ti­on — nicht gerecht.

Aber es ist was dran, stel­le ich selbst fest, wenn ich lese, das http://www.twitter.com/sachark neu­lich zu bes­ter Mit­tags­zeit twit­tert: „@JohannesLenz ist ein gutes Bei­spiel, wie man sich im Soci­al Web inner­halb kür­zes­ter Zeit einen Namen macht http://post.ly/N2VZ“ Das hat mich wirk­lich sehr gefreut. Und was hat es bei mir erzeugt? Das will ich schrei­ben: Ein ehr­li­ches und auf­rich­ti­ges Yeah! War­um?

Ers­tens, weil mei­ne Leis­tung hono­riert wur­de, so wie das gele­gent­lich am Fol­low­Fri­day auf Twit­ter der Fall ist oder in Bezug auf mei­ne bei­den vor­he­ri­gen Posts bei Pos­te­rous der Fall war. Das ist es wonach man sich doch auch sehnt, dass man ein feed­back bekommt. Ein kla­res und offe­nes Feed­back, egal ob Kri­tik oder Lob. Anteil­nah­me am Ande­ren nen­ne ich das.

Tja und damit kommt zwei­tens dann auch ein wenig die Selbst­lie­be ins Spiel und eben jene Auf­merk­sam­keit, die man sucht und deren Gewicht zumin­dest nicht von der Hand zu wei­sen ist. Mir fällt da näm­lich gera­de ein, dass dar­aus rea­le Fol­lo­wer resul­tie­ren kön­nen, wie es bei http://www.twitter.com/sachark neu­lich der Fall war, der von http://www.twitter.com/saschalobo auf Twit­ter emp­foh­len wur­de. U.a. Jens Nord­mann nennt das den “Sascha­Lo­bo-Effekt”. Sachar frag­te dar­uf­hin sei­ne Leser auf sei­nem Blog: “Wie viel ist ein @saschalobo-tweet wert?

Ich wür­de ja Neu­gier­de als Wäh­rung ein­füh­ren, aber dann hät­ten wir ratz­fatz eine Infla­ti­on im Soci­al Web…

Um den Punkt Auf­merk­sam­keit abzu­schlie­ßen: Hin­zu gesellt sich natür­lich auch der Grad der Ver­net­zung des Ein­zel­nen, online wie off­line. Denn er führt zur Inter­ak­ti­on mit Ande­ren, zum ande­ren Men­schen, zu ande­rem Wis­sen, ein­fach: zum Ler­nen von Ande­ren.

dia­log & soci­al media

Einen kräf­ti­gen Denk­an­stoß hat mir http://www.twitter.com/talkabout aka Mir­ko Lan­ge die­se Woche ver­setzt. War­um? Nun, weil er die The­se ver­tritt: „Es braucht kei­nen Dia­log für erfolg­rei­che Soci­al Media“. Rums, das hat geses­sen, wie man auf Twit­ter, Buzz, Face­book oder ein­fach in sei­nem Blog lesen konn­te.

Kann er die The­se unter­füt­tern? Jepp. Bei­spie­le gibt es ja vie­le, sagen wir mal für Twit­ter etwa die http://www.twitter.com/lufthansa_de oder http://www.twitter.com/dieternuhr — bei bei­den kommt kein Dia­log zustan­de, den wir als „A sagt etwas, B ant­wor­tet“ bezeich­nen könn­ten. Und trotz­dem oder gera­de des­halb sind bei­de erfolg­reich, gemes­sen an ihrer Mar­ken­po­pu­la­ri­tät oder ihrer Fol­lo­wer­zahl, auch wenn ich Letz­te­res als Fak­tor zur Gewich­tung nach wie vor ableh­ne.

War­um klappts trotz­dem? Bei­de kön­nen wohl kaum sämt­li­che Anfra­gen und ich mei­ne hier nur Twit­ter, mir nichts dir nichts repli­en (beant­wor­ten). Also sieht es erst­mal nach One-Way-Com­mu­ni­ca­ti­on aus. Es ist also erst­mal nix mit dem direk­ten Dia­log. Aber es gibt indi­rek­ten Dia­log. Gut zu beob­ach­ten auch auf belie­bi­gen Face­book Fan­pages, auf wel­chen die Betrei­ber immer wie­der mal etwas pos­ten. So ist es eben auch bei den bei­den genann­ten Bei­spie­len. Nur das die Luft­han­sa ihre Kun­den mit allem rund ums Flie­gen ver­sorgt. Dar­über spricht man dann ja auch unter­ein­an­der, unter den Fans und Fol­lo­wern. Nur der Kra­nich hält sich zurück, hat aber kom­mu­ni­ka­ti­ons­po­li­tisch trotz­dem den Dia­log gezielt initi­iert.

So habe ich das ver­stan­den. Es sind im Grun­de zwei Sei­ten einer Medail­le. Und hier setz­te bei mir dann auch das Gehirn ein, denn auf Basis die­ser The­se nutzt das Unter­neh­men Soci­al Media als indi­rek­ten Dia­log-Kanal, denn der direk­te Dia­log Anspruch „ist ein­fach nicht ska­lier­bar“, wie Mir­ko fort­fährt. An die­sem Punkt gebe ich zwei Aspek­te zu beden­ken:

Ers­tens kommt es mei­ner Mei­nung nach bei der Ska­lier­bar­keit auf Grö­ße und Bekannt­heit der Mar­ke und des Unter­neh­mens an. Klei­ne Unter­neh­men soll­ten durch­aus den direk­ten Dia­log-Anspruch umset­zen, weil sie oft­mals kei­ne trei­ben­de Mar­ke hin­ter sich haben, wenn sie mit Twitter&Co. begin­nen und mehr auf per­sön­li­che Inte­gri­tät und Authen­ti­zi­tät set­zen müs­sen.

Zwei­tens weiß ich jetzt auch, war­um mich das Key­word Soci­al Media nicht beson­ders reizt im Zusam­men­hang mit dem, was ich hier gera­de mache. Ich schrei­be und bewe­ge mich im Soci­al Web und nut­ze dafür einen Soci­al Media Kanal namens Pos­te­rous. Oder etwa nicht? Das ist etwas, was ich als rea­lis­ti­sche und sach­lich rich­ti­ge Ein­schät­zung hal­te und vor allem die Begriff­lich­kei­ten mal zurecht rückt. Für mich ist das Soci­al Web die Sum­me der ein­zel­nen Tei­le, den Soci­al Media Kanä­len.

Schließ­lich hat der Post von Mir­ko einen zwei­ten Syn­ap­sen­an­las­ser bei mir gezün­det: Soci­al Media muß nichts mit social/sozial zu tun haben. Und zwar in dem Sin­ne dass man zwi­schen per­sön­li­cher und unter­neh­me­ri­scher Soci­al Media unter­schei­den soll­te. Und ich glau­be zu wis­sen, dass man das auch hören und lesen kann, wenn man so durch Face­book oder Twit­ter saust. Gut, wenn man der Alter Ego von http://www.twitter.com/almameise ist, dann wohl nicht 🙂 aber ich könn­te mir vor­stel­len, dass sich der Unter­schied bei gro­ßen Soci­al Meda Mar­ken und dem Ein­zel­nen unter Euch fest­stel­len lie­ße.

Das heiß in der Kon­se­quenz, dass ich mich selbst revi­die­re und für eine stär­ke­re Tren­nung der Begriff­lich­kei­ten ein­tre­te, weil es viel­leicht auch das Pro­blem löst, an dem vie­le von uns tag­täg­lich knab­bern, wenn sie erklä­ren wollen/müssen, was sie da die gan­ze Zeit so Wich­ti­ges im Com­pu­ter tun. Nur Soci­al Media sagen hört sich zunächst doll an, ist aber hohl. Wenn ich es bes­ser erklä­ren kann, inter­es­siert es viel­leicht auch Men­schen, die bis­her eher mit einem Gefühl der Angst dem Soci­al Web und den Soci­al Media im Spe­zi­el­len ent­ge­gen­tra­ten. An die­ser Stel­le gilt ein Dank an http://twitter.com/paetzel für sei­ne Auf­fas­sung vor ein paar Minu­ten.

So, nach die­sem „Soci­al Media Rund­um­schlag“, wie http://twitter.com/tobiashurrle es in einem Kom­men­tar auf mei­nen Jung­fern-Post Brands, Soci­al Media & Expe­ri­en­ces scherz­haft for­mu­lier­te, beschlie­ße ich die­sen mit fol­gen­dem Mir­ko und den Kom­men­ta­ren sei­nes Posts geschul­de­ten Aus­spruchs, den ich allen Lesern ans Soci­al Web Herz legen möch­te:

Jeder darf, alles kann, aber muß nicht.

Und mor­gen wird die Stim­me wie­der wie auch in den letz­ten Wochen zu mir sagen: „War spät ges­tern”.

p.s.: Ich hof­fe, daß ich alle Arti­kel und Per­so­nen ent­spre­chend zitiert habe. Soll­te dies nicht der Fall sein, kor­ri­gie­re ich ger­ne.

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Nach­gang zu “Die Ein­drü­cke eines neu­en Blog­gers”

Mit freund­li­cher Geneh­mi­gung von http://www.robertbasic.de pos­te ich an die­ser Stel­le zunächst sei­nen Bei­trag vom 09.02.2010, der auf der E‑Mail an ihn basiert. Es hat mich unge­mein gefreut, daß es die­se paar Zei­len, die in kür­zes­ter Zeit recht spon­tan ent­stan­den, auf einen Blog “der alten Schu­le” geschafft haben.

Ich schrei­be dies nicht, weil ich ich mich im Glanz der Son­ne baden will, son­dern weil ich Jeden — ins­be­son­de­re die jün­ge­ren Blog­ger und Soci­al Web­ber — dazu ermu­ti­gen will, daß Gespräch, die Dis­kus­si­on, den Aus­tausch, den Dia­log oder ein­fach nur die Neu­gier­de für Ande­re, ihre The­sen und Tex­te zu suchen.

Auf Men­schen zuge­hen ist nicht jedem von uns in die Wie­ge gelegt, aber eine Mail macht es durch­aus ein­fa­cher, sicher­lich auch ein Tweet. Aber letzt­lich ist es was es ist: Ein Zuge­hen auf den Ande­ren. Man wird aktiv und bemüht sich um den Ande­ren.

Und das die­ses Enga­ge­ment, die­ses Inter­es­se am Ande­ren auf offe­ne Ohren stößt, davon bin ich per­sön­lich über­zeugt.

Zwei Punk­te sind ent­schei­dend für den Erfolg: Offen­heit und eige­nes Zutun.

Was die Offen­heit betrifft — klar kann man es über­trei­ben, aber jeder fin­det sei­nen Weg — so ist dies schon da, wenn man sich auf den Weg macht und ver­sucht mit Ande­ren ins Gespräch zu kom­men. Letzt­lich ist es doch so: Wer sagt, was er will, was ihm durch den Kopf geht und wie das viel­leicht rea­li­sie­ren wür­de, wenn er die Mög­lich­keit hät­te, wird vom Gegen­über bestimmt nicht gleich von der Blog­kan­te gesto­ßen.

Es kann sein, daß es gera­de nicht passt, die Idee noch aus­ge­feilt wer­den muß, der Ande­re im Stress ist usw. Weiß man dies, weiß man auch was zu tun ist. Man über­ar­bei­tet bzw. über­denkt sei­ne Idee, jus­tiert nach oder man sucht jeman­den ande­res zu über­zeu­gen. Nur: Will­fäh­rig­keit soll­te nicht am Start sein. Denn die wird ent­larvt. Aber kla­re Ansa­gen ber­gen kei­ne Pro­ble­me, soll­ten umge­kehrt aber auch nicht als “Ich kann Dich nicht leiden”-Attitüde emp­fun­den wer­den.

Auf ein Wort zum eige­nen Zutun, das jeden von uns betrifft bei allem was wir tun, ob wir jetzt gera­de bei pos­te­rous Busch­sta­ben anein­an­der rei­hen, die hof­fent­lich auf inter­es­sier­te Leser tref­fen, in der Bade­wan­ne oder mit Freun­den Kicken gehen. Alle drei Zustän­de bzw. Sach­ver­hal­te haben Eines gemein: Sie kom­men zum Erlie­gen, wenn wir nicht etwas dafür tun. Tas­ten müs­sen gedrückt, Was­ser muß ein­ge­las­sen und das Run­de muß ins Ecki­ge geschos­sen wer­den.

Ich habe die Erfah­rung gemacht, daß mir sel­ten etwas zufliegt und wenn, dann sind es bis­her Hand­bäl­le gew­sen — mit­un­ter tra­fen sie die Zwölf -, Fuss­bäl­le, Stei­ne, Bana­nen­scha­len, Papier­flie­ger, Kau­gum­mis oder ein Scho­ko­rie­gel gewe­sen. Will sagen:

Um etwas zu errei­chen muß man etwas dafür tun! (Bin­sen­weis­heit, aber manch Einer da drau­ßen hat es wohl nocht nicht inter­na­li­siert)

 

Jetzt end­lich der Bei­trag von Robert Basic, Ori­gi­nal­ti­tel “Die Ein­drü­cke eines neu­en Blog­gers”, Datum 09.02.2010, Quel­le http://www.robertbasic.de/2010/02/die-eindruecke-eines-neuen-bloggers/, aber nicht ohne zu erwäh­nen, das Rob post­wen­dend eine Replik unter dem Titel Die Ein­drü­cke eines alten Blog­gers gebloggt hat.

Die Ein­drü­cke eines neu­en Blog­gers

es ist span­nend, Ein­drü­cke von “Jung-Blog­gern” zu bekom­men. Denen, wenn sie denn heu­te mit dem Blog­gen begin­nen, eine Rei­he ande­rer Mög­lich­kei­ten zur Ver­fü­gung ste­hen. Johan­nes Lenz hat mich ange­mailt und sich die Mühe gemacht, um auf die­se Fra­ge­stel­lung, was denn anders ist, ein­zu­ge­hen. Ich fin­de, der Ein­blick lohnt sich (und es wird Zeit, mei­nen Arti­kel neu zu schrei­ben, wie man ein Blog auf­setzt und es bis­serl nach vor­ne bringt). Johan­nes, lie­ben Dank!!
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Hi Rob,

ich kom­me ja aus einer ande­ren Inter­net-Genera­ti­on als Du, aber viel­leicht ist das ja auch ein­mal einen Gedan­ke wert… von jeman­dem, der sich jetzt in die­sen Tagen erst­mals ver­netzt prä­sen­tiert, von Twit­ter kommt und via Pos­te­rous bloggt, wenn man es so bezeich­nen kann:

Ich den­ke, dass durch Appli­ka­tio­nen wie Pos­te­rous, Ampli­fy oder aber auch myON-ID die ursprüng­li­che Blog­kul­tur refor­miert wird. Con­tent, der ja irgend­wie immer noch der King zu sein scheint… wird durch die zuneh­men­de Ver­net­zung schein­bar leich­ter.

Damit mei­ne ich, dass ich etwa einen Teaser neh­me und dann bei den 3 genann­ten ein­fach Dein Ori­gi­nal-Text via Copy&Paste ein­set­ze (ich wür­de zitie­ren, ande­re tun dies nicht)

Damit saust der Blog­ger-Con­tent noch fixer „um die Häu­ser“ als viel­leicht noch vor 3 bis 5 Jah­ren. Das birgt einer­seits erheb­li­che Chan­cen für die Zunft, ins­be­son­de­re Strahl­kraft. Ande­rer­seits nimmt es ihm viel­leicht das Unique…wer weiß es.

Schließ­lich mei­ne ich zu sehen, dass Men­schen wie Du, @sachark @saschalobo, @codeispoetry oder @klauseck und vie­le ande­re eine zuneh­men­de Strahl­kraft ent­wi­ckeln und Agen­da­set­ter sind, die es inzwi­schen leich­ter haben, von den tra­di­tio­nel­len Medi­en auf­ge­nom­men zu wer­den als frü­her.

War­um: Weil das Inter­net einen immer fes­te­ren Bestand­teil unse­res Lebens und unse­rer Öffent­lich­keit (ab-)bildet.

Zusam­men­ge­nom­men: Abge­se­hen von den ewig gest­ri­gen Unter­neh­mun­gen (Schlag­wort: Abmah­nun­gen) und dem Dau­er­kon­flikt mit Print scheint sich mir als „Green­horn“ die Blog­go­sphä­re mehr und mehr zu ver­zah­nen und aus­zu­fran­sen (posi­tiv). Die Viel­falt wird grö­ßer und mit ent­spre­chen­den Appli­ka­tio­nen die Krea­ti­vi­tät viel­leicht noch eine Spur sicht­ba­rer für die all­ge­mei­ne Öffent­lich­keit.

Ein Wort noch: Wahr­schein­lich wir Dich der Feuil­le­to­nist auf Jaron Lar­nier [Inter­net-Pio­nier, geis­tert durchs Feuil­le­ton seit meh­re­ren Wochen, etwa in der FAZ am 16.01.2010 — oder in der SZ am 24.01.2010 –] anspre­chen, der vom heu­ti­gen Inter­net als einem „digi­ta­len Mao­is­mus“ spricht oder so: Davon hal­te ich nichts. Aber auch gar nichts.

Sub­jek­tiv mer­ke ich, wie ich stär­ker dar­über kom­mu­ni­zie­re, aber dass es uns beherrscht, naja…

Viel­leicht ist es doch wie frü­her mit dem Kicken im Gar­ten als klei­nes Kind: Ein­mal „Lun­te gero­chen“, will man jeden Tag ran an den Ball und Tore schie­ßen, Fud­deln usw. Irgend­wann lässt es aber auf “Nor­mal­maß” nach und man kommt in den Fuss­ball­ver­ein…:)

Lie­be Grü­ße

Johan­nes

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Brands, Soci­al Media & Expe­ri­en­ces

 

intro

 

Kurz nach dem Beginn mei­nes Volon­ta­ri­ats Unternehmenskommunikation/Online Mar­ke­ting endeck­te ich Twit­ter. Inzwi­schen liegt das über 1 ½ Jah­re zurück und das Volo neigt sich dem Ende zu. Via http://www.twitter.com/almameise dien­te Twit­ter in der Anfangs­zeit zur Erhö­hung der Sicht­bar­keit der Mar­ke via der „One and Only Care­er Ant“, des Kon­takt­auf­baus und der Kon­takt­pfle­ge sowie als Basis für schnel­len Infor­ma­ti­ons­aus­tausch inner­halb der Kar­rie­re- und Recrui­t­ing­bran­che. Seit Som­mer letz­ten Jah­res twit­te­re ich auch pri­vat unter http://www.twitter.com/johanneslenz.

Beruf­lich erwei­ter­te ich die Online-Kom­mu­ni­ka­ti­on über die Web­sei­te her­um bewusst mit der zuneh­men­den Prä­senz und Ver­net­zung der ein­zi­gen Kar­rierea­mei­se auf der Welt in Soci­al Net­works und arbei­te nun so täg­lich mit Face­book, Fri­end­feed & Co. Durch die Ein­füh­rung eines Cor­po­ra­te Accounts, eines rei­nen Job-Chan­nels sowie des Aus­baus der Recruitng- und Kar­rie­re­be­ra­tung via Twit­ter kann die Mar­ke des Unter­neh­mens, die von ihren Pro­duk­ten und den Mit­ar­bei­tern lebt, die für sie ste­hen, nun erst recht an Prä­senz im Inter­net zule­gen und zu mög­li­chen Neu-Kun­den, Bewer­bern oder zu Part­nern schnel­len Kon­takt her­stel­len und bei­spiels­wei­se Fra­gen beant­wor­ten.

Will sagen, ich konn­te Eini­ges in Bezug auf Soci­al Media in den letz­ten Jah­ren, aus­pro­bie­ren, defi­nie­ren und schließ­lich in Arbeit­pro­zes­se imple­men­tie­ren.

 

thoughts about Brands & Soci­al Media

 

1. Es ist wie im Leben: actio gleich reac­tio

Inzwi­schen gibt es eine Viel­zahl von Unter­neh­men, die sich den Soci­al Media im Rah­men ihres Online Mar­ke­tings, ihrer Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on oder ihres Per­so­nal­mar­ke­tings ver­schrie­ben haben. Wie über­all gibt es Typen, die machen ihre Sache nach all­ge­mei­ner Les­art gut und dann gibt es die, die es ver­hau­en, die es nicht schaf­fen, die sich nicht den „Gepflo­gen­hei­ten“ anpas­sen und weni­ger Erfolg haben bzw. sich verhe­men­ter Kri­tik aus­ge­setzt sehen. Grün­de für Letz­te­res sind oft­mals der Man­gel an Per­so­nal, Zeit oder finan­zi­el­lem Res­sour­cen plus der Ein­spruch von Kom­mu­ni­ka­ti­ons-Tra­di­tio­na­lis­ten, die lie­ber Agen­tu­ren dies erle­di­gen las­sen, damit ihre Mit­ar­bei­ter ja nichts „aus­plau­dern“. Stich­wort: Kon­troll­ver­lust.

Mit­un­ter kön­nen sogar bei­de, die Erfolg­rei­chen und die ver­meint­lich Erfolg­lo­sen ein und die­sel­ben sein. Voda­fone ist dafür mei­nes Erach­tens ein Bei­spiel. Vor­rei­ter in der Annah­me des Soci­al Media „Geheim­nis­ses“ und zugleich im Jah­re 2009 eines der Unter­neh­men, die gera­de in den Soci­al Media sich gro­ße Kri­tik ob Ihrer Wer­bung aus­ge­setzt sahen. Ins­be­son­de­re die­je­ni­gen, die dafür stan­den. Was umso schwe­rer schmerzt als an die­ser Stel­le fest­ge­hal­ten wer­den muß: http://www.twitter.com/CarmenHi macht einen super Job! Und wer sich nicht all­zu blö­de anstellt, kommt mit ihr ins Ge-twit­ter-spräch.

Das heißt: Wer reagiert, wer sich soci­al­me­dia­tech­nisch als Unter­neh­men enga­giert, öff­net sich und sei­ne tra­di­tio­nel­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­zes­se a la „One-Voice-Poli­cy“ und nimmt dadurch natür­lich auch in Kauf, Kri­tik zu ern­ten. War­um eigent­lich (ver­meint­li­che) Kri­tik?

Ers­tens steht der­zeit oft­mals der Vor­wurf im Raum: Ihr macht das nur, weil es ande­re auch machen, aber mit Soci­al Media hat es nichts zu tun. Es ist eben tren­dy…

Zwei­tens Akti­ve Prä­senz in Soci­al Media blickt bei­spiels­wei­se hin­ter die Kulis­sen, will Nähe, Ver­traut­heit und Authen­ti­zi­tät sei­tens des Unter­neh­mens mit sei­nen Lesern – mög­li­chen Kun­den — schaf­fen. Aber wer nur um des Daseins­wil­len da ist und kei­ne Inhal­te schafft, wird recht schnell mer­ken, dass dies nicht hono­riert wird. Es hagelt Pro­tes­te sei­tens der „Kun­den“.

Drit­tens Kun­den gegen­über muss sich das Ver­hal­ten des Unter­neh­mens ändern. Gera­de und vor allem in Soci­al Media, da sie quick­le­ben­dig sind. Stich­wort: Echt­zeit Das alt­her­ge­brach­te Ver­hal­ten „Wir machen alles rich­tig und wenn ihr nicht kauft, kauft es ein ande­rer“ ist längst nicht mehr halt­bar. Denn es nähert sich eine Kun­den­ge­nera­ti­on in gro­ßen Schrit­ten, die infor­miert und digi­tal ver­netzt ist. Mit einem Fuss ist sie schon über die Tür­schwel­le getre­ten…

Vier­tens und letz­tens schließ­lich gibt es nach wie vor das Pro­blem mit den Abmah­nun­gen und da regiert manch Unter­neh­men wie vor 10–20 Jah­ren: „Da benutzt jemand unser Logo! Sofort via Post bzw. E‑Mail ne Abmah­nung inkl. Anwalt schi­cken. Exem­pel sta­tu­ie­ren. Bevor da noch ande­re auf die Idee kom­men…“

Zusam­men genom­men sind die­se Kri­tik­mus­ter durch­aus rele­vant für Mar­ken, denn sie kön­nen die Iden­ti­fi­ka­ti­on der Kun­den mit ihnen erschüt­tern. Viel­leicht mag das zuviel bzw. zu schwer for­mu­liert sein, doch inner­halb der akti­ven und dia­log­ori­en­tier­ten Gemein­schaft von Inter­ne­tusern, für die Face­book und auch Twit­ter nicht unbe­dingt etwas Neu­es sind, spielt das eine Rol­le. Und damit letzt­lich auch in Such­ma­schi­nen wie Goog­le, denn sol­che Kri­tik lan­det dort. Das Inter­net ver­gisst nicht und erst recht nicht jetzt und in Zukunft, wenn, auch bis­her nur auf der eng­lisch­spra­chi­gen Sei­te, Goog­le bei­spiels­wei­se Twit­ter-Updates in sei­ne Ergeb­nis­se ein­flie­ßen lässt.

Schaut dann ein mög­li­cher Mar­ken­mul­ti­pli­ka­tor via Goog­le nach dem Unter­neh­men und fin­det über­all Kri­tik, kann dies ein­fach einen ein­zi­gen Klick bedeu­ten: Tab clo­sed! Und damit ist ein Kun­de weg, ein mög­li­cher Popu­la­ri­täts- und Iden­ti­täts­stif­ter der Mar­ke und ihrer Bot­schaft. Die­sen zurück­zu­ho­len wird schwie­rig. Etwa so schwie­rig, wie das ram­po­nier­te Image der Mar­ke wie­der auf­zu­po­lie­ren, wenn das nicht sogar um Wel­ten pro­ble­ma­ti­scher ist wie bei­spiels­wei­se Opel seit lan­gem erfährt…

 

2. Sicht­bar­keit bei Kun­den, Dia­log mit Kun­den und Ziel­grup­pen­ori­en­tie­rung

Son­dern die Fra­ge lau­tet: Wie gehe ich mit die­sen neu­en Medi­en um? Wie errei­che ich mei­ne Kun­den und die Pres­se? Wo sind mei­ne Kun­den und die Pres­se unter­wegs? Denn wenn mei­ne Kun­den zum Bei­spiel den gan­zen Tag bei Twit­ter oder in einem Forum über mich reden und ich nicht Teil die­ser Unter­hal­tung bin, dann habe ich ein Pro­blem. … Lang­fris­tig ist die Inves­ti­ti­on in Soci­al Media eine Inves­ti­ti­on in Kun­den­kom­mu­ni­ka­ti­on und Kun­den­bin­dung. Und dazu gehört auch Twit­ter. Wenn alle mei­ne Mit­be­wer­ber auf die­sem Kanal aktiv sind und ich nicht, dann wer­de ich unsicht­bar.” Zitat von Nico­le Simon Quel­le: http://www.handelsblatt.com/web‑2–0‑warum-unternehmen-twittern-muessen;2512586

Wenn man sich auf Twit­ter anschaut, gibt es gro­ße und klei­ne Unter­neh­men, die gut oder schlecht twit­tern. Nen­ne jetzt mal kei­ne Bsp, aber letzt­lich und das ist die Crux an der Geschich­te, kann auch ein schlech­ter sehr sicht­bar für den mög­li­chen Kun­den sein. Wer nur Ange­bo­te in die Tweets ein­flie­ßen lässt, hat zwar Fol­lo­wer, aber ob die­se die not­wen­di­ge Bin­dung mit­brin­gen, um Mul­ti­pli­ka­to­ren zu sein, ist die Fra­ge. Letzt­lich ist es doch wie bei einem Gewinn­spiel. Man macht mit um zu gewin­nen. Ver­liert man, lässt man es.

Ande­re Unter­neh­men gehen gezielt vor und bau­en sich nach und nach eine Soci­al Media-Prä­senz auf, suchen den Dia­log mit Kun­den, debat­tie­ren übe ihre Mar­ke und schaf­fen so neben Reich­wei­te Fans. Genau, Leu­te, die sich mit der Mar­ke iden­ti­fi­zie­ren und mehr von ihr wis­sen wol­len als nur, dass es wie­der einen Flug für 99 Euro im Ange­bot gibt.

Mit dem dia­log­ori­en­tier­ten Twi­tern, face­boo­ken or wha­te­ver lässt sich Geld ver­die­nen. Nur ist das eben eine lang­fris­ti­ge und stra­te­gi­sche Ent­schei­dung, die mit Man­power, Humor und einer Por­ti­on Glück ver­bun­den ist, wenn man nicht gera­de eine Mar­ke als Brand Ambassa­dor im Rpcken hat, die nur beim Anschau­en schon abgeht wie Nach­bars Lum­pi. Und das ist bei den meis­ten Unter­neh­men ja nicht der Fall.

In mei­nem beruf­li­chen Fal­le war und ist es so. Soci­al Media macht Spaß aber ist zugleich auch Ker­ner­ar­beit, weil man mit sei­ner Art über­zeu­gen muß, um „Hörer & Leser“ zu fin­den. Getreu dem Mot­to: „Schaf­fe schaf­fe, Häus­le baue“

 

outro

 

Nach wie vor wird in vie­len Unter­neh­men die Power of Soci­al Media ver­kannt. Als Spie­le­rei und Rum­ge­zwit­sche­re abge­tan oder wer­den als Zeit­räu­ber iden­ti­fi­zert, die die Gefahr des Geheim­nis­ver­rats ber­gen. Was bedeu­te­te gleich noch mal „doo­ced“?

Klar kann man sei­nen Job dar­über ver­lie­ren. Das geht aber auch, wenn man sei­nem Chef in einer deut­li­chen Art sagt, das er unfä­hig ist. Oder: man schafft sei­ne in Ziel­ge­sprä­chen gesteck­ten Zie­le nicht. Ganz ein­fach und der wohl häu­figs­te Grund für Ent­las­sun­gen. Zur­zeit kom­men natür­lich Ein­spa­run­gen auf­grund der wirt­schaft­li­chen Situa­ti­on hin­zu und wohl häu­fi­ger vor. Dafür kann der Mit­ar­bei­ter aber in der Regel nichts.

Aber die Power steckt ja gera­de im Soci­al, also im sozia­len Aspekt, der das inter­net heut­zu­ta­ge zudem macht wie es sich prä­sen­tiert: Aus­dif­fe­ren­ziert und für jeden Geschmack etwas bie­tend. Man muß nur um sei­ne Ecken wis­sen und die­se dann mit Leben fül­len. Ganz nach Nor­bert Died­rich in sei­nem jüngs­ten gast­bei­trag für den Daim­ler-Blog: „Sprich nicht zu mir, son­dern mit mir“ Quel­le: http://blog.daimler.de/2010/01/20/kontrollverlust-oder-imagegewinn-der-wert‑v…

Übri­gens muß man kei­ne Cor­po­ra­te Brand, sein um dies zu rea­li­sie­ren: Sachar Kri­woj, Blog­ger aus Ber­lin, nach­dem der klei­ne Blu­men­la­den geret­tet war in sei­nen Blog: „Das Soci­al Web ist soci­al – wenn wir es wol­len.“ Quel­le: http://www.massenpublikum.de/blog/?p=1363

Was mei­ne beruf­li­chen Erfah­run­gen mit Soci­al Media angeht, so habe ich Eini­ges dazu gelernt. Hel­fen etwa wird in ihnen genau­so geschätzt wie im rich­ti­gen Leben. Ob das nun Kun­den- oder Bewer­ber­sup­port anbe­trifft oder schlicht der Rat zu einem aus­sa­ge­kräf­ti­gen (Kon­takt­na­me, E‑Mailadresse etc.) Kon­ter­fei bei neu­ne Cor­po­ra­te Twit­ter-Account eines Unter­neh­mens ist.

Mit Neu­gier­de und Stra­te­gie ob der Zie­le kön­nen Mar­ken in Soci­al Media auf­ge­baut oder wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den.

Es liegt ganz im Ermes­sen des Initia­tors.

About Johan­nes Lenz

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