blog­ger rela­ti­ons: gotha­er lädt zum blog­ger-event

Areal um die Donnersberger Brücke #g2k #gothaer

wenn eine ver­si­che­rung wie die gotha­er zum blog­ger-event lädt, dann horcht man auf. oder man lässt es. bei mir war ers­te­res der Fall. was ist schon span­nen­der als eine ver­si­che­rung? so ziem­lich alles, wer­den vie­le jetzt den­ken, ich ein­ge­schlos­sen. und ich den­ke es immer noch. aber eine ver­si­che­rung, die expli­zit den kon­takt mit blog­gern sucht, das ist dann schon eine ande­re num­mer.

genau­so wie die loca­ti­on: die gotha­er lud vor zwei­ein­halb wochen in die design living offices. das gan­ze are­al hat mit ver­si­che­rung so viel zu tun wie ich mit ver­si­che­run­gen am hut habe. nichts. gut, klar, ich bin ver­si­chert. wie ich erfuhr, hat der durch­schnitt­li­che deut­sche son­dern sechs und mehr ver­si­che­run­gen abge­schlos­sen. ob er sie alle benö­tigt, steht auf einem ganz ande­ren ande­ren Blatt.

gothaer2know — wenn Ver­si­che­run­gen mit dem Blog­gen begin­nen

man glaubt es kaum aber vor ort tref­fe ich nicht nur blog­ger son­dern auch den it-vor­stand und die kom­mu­ni­ka­ti­ons­che­fin der gotha­er, die für das neue blog der ver­si­che­rung — gothaer2know — ver­ant­wort­lich zeich­nen. im groß­zü­gi­gen prä­sen­ta­ti­ons­raum, einer küche nach­emp­fun­den und mit einem kühl­schrank für sze­ne­ge­trän­ke aus­ge­stat­tet, sind viel­leicht 15 per­so­nen wenn es hoch­kommt. eine ange­neh­me grö­ße, wie sich spä­ter im gedan­ken­aus­tausch zei­gen soll­te.

nach der begrü­ßung gab es dann einen impuls­vor­trag von lui­sa lion. Luisa Lion zu Beginn ihres Vortrags beim #g2k #gothaer.JPG Luisa Lion zu Beginn ihres Vortrags beim #g2k #gothaer sie ist fashion blog­ge­rin. sie erzählt, wie sie zum blog­gen kam und was ihr größ­ter erfolg war — teil­nah­me an shop­ping queen -, was sie antreibt und was man beach­ten soll­te, wenn man pro­fes­sio­nell blog­gen will.

lui­sa ist jung. sie stu­diert und bloggt neben­be­ruf­lich, wie das so schön heißt. aller­dings wohl nicht mehr lan­ge. sie sagt: “blog­gen darf nicht gezwun­gen wir­ken oder gar sein.” ich sage: right! sie scheint sehr gro­ße lust an ihrem hob­by zu haben, was seit den anfän­gen um 2009/10 mitt­ler­wei­le fast zum job gewor­den ist. viel­leicht ist lui­sa so etwas wie der pro­to­typ für die­je­ni­gen, die mit ihrer lei­den­schaft sich sel­ber einen job schaf­fen, was mich ein wenig an mich selbst erin­nert.

im anschluss kommt es zu einer art inter­view und anschlie­ßen­dem gespräch mit dem it-vor­stand, mode­riert von sabi­ne haas.

was ich den­ke und was er sagt, passt teil­wei­se irgend­wie nicht zusam­men. ein bei­spiel: das gothaer2know blog wird mei­ner mei­nung nach bestimmt agen­da­set­ting betrei­ben, wie das eben so ein cor­po­ra­te blog macht.

der agi­le it-vor­stand, ent­geg­net mei­ner fra­ge: “abso­lut nicht. das wird es nicht geben. wir rich­ten uns mit dem blog vor allem an unse­re kun­den und inter­es­sier­te. wir wol­len zei­gen, wie leben­dig das gesche­hen hin­ter der fas­sa­de ist”.

ich bin über­rascht. sehr. denn mein gedan­ke wür­de so gut pas­sen, nach­dem was er so alles an the­men auf­nimmt, um die moti­va­ti­on für das blog­pro­jekt zu erläu­tern, was auch aktu­el­le ent­wick­lun­gen im natio­na­len und euro­päi­schen ver­si­che­rungs­be­reich betrifft …

gene­ra­tio­nen­pro­blem,  kunst­raub, vie­le geschich­ten zu erzäh­len, digi­ta­le her­aus­for­de­run­gen, euro­päi­sche gesetz­ge­bung – ret­tungs­ket­te durch euro­pean ecall, direk­te ver­bin­dung der ret­tungs­stel­le in das ver­un­glück­te fahr­zeug — usw.”

gera­de über letz­te­res, so der it-vor­stand, freue sich die auto­mo­bil­in­dus­trie, jedoch nicht die ver­si­che­rungs­in­dus­trie. es gäbe hier eine rie­sen debat­te, denn 1/3 der umsa­ät­ze in der bran­che wür­de mit auto­mo­bil­ver­si­che­run­gen erwirt­schaf­tet. so bau­en zum leid­we­sen der ver­si­che­rungs­bran­che vw und auch daim­ler eige­ne ver­si­che­rer auf. nun fra­ge ich mich, ob das nicht abseh­bar war, nach­dem die auto­mo­bil­her­stel­ler schon lan­ge eige­ne ban­ken oder car­sha­ring­diesnt­leis­tun­gen anbie­ten.

IT-Vorstand der Gothaer im Gespräch beim#g2k #gothaerein wei­te­res gro­ßes the­ma ist der kampf um daten. ein bei­spiel: etwa 3% aller kran­ken­haus­auf­ent­hal­te sind auf­grund fal­scher medi­ka­ment­ver­ga­be ver­ur­sacht. was macht man mit solch einer infor­ma­ti­on als ver­si­che­rung, wenn isch her­aus­stellt, dass ein pati­ent zwei medi­ka­men­te bekom­men hat, die sich nicht ver­tra­gen? und inwie­weit spricht hier das the­ma daten­schutz ein gewich­ti­ges wört­chen mit?

sol­che fra­ge­stel­lun­gen brau­chen einen reso­nanz­raum, so das vor­stands­mit­glied, wes­we­gen die gotha­er den digi­ta­len lebens­raum erfas­sen möch­te und mit inter­es­sier­ten und ver­si­cher­ten in den dia­log ein­tre­ten möch­te. denn im soci­al web, der vor­stand, herr­sche das gesetz des kun­den!

gothaer2know — ohne busi­ness­plan die kun­den über­ra­schen

die num­mer 2 im soci­al web unter den ver­si­che­run­gen in bezug auf die soci­al media akti­vi­tä­ten hin­ter der alli­anz geht ganz ohne zwän­ge an das blog­pro­jekt her­an. zwar habe man ein bud­get bereit­ge­stellt, doch über des­sen höhe wird nicht gespro­chen. ver­ständ­lich, denn neben den mit­ar­bei­tern der ver­si­che­rung ist die betreu­en­de agen­tur auch vor ort.

das feed­back der blog­ger ist wohl­wol­lend. im hin­blick auf die vor­ge­stell­ten pod­casts, die es künf­tig geben wird, dreh­te sich die dis­kus­si­on dar­um, inwie­weit man es schaf­fen kön­ne, die­se zum einen län­ger und zum ande­ren inhalt­lich mit mehr­wert für die kun­den auf­zu­la­den, sprich den bick hin­ter die fas­sa­den zu rea­li­sie­ren. hier wur­de auch ange­merkt, dass man die pod­casts mit you­tube kom­bi­nie­ren kön­ne, das bewegt­bild inzwi­schen im soci­al web für ein unter­neh­men nahe­zu uner­läss­lich sei.

das event wur­de schließ­lich von einem klei­nen buf­fet abge­run­det. ins­ge­samt war die atmo­sphä­re von offen­heit und kon­struk­ti­ver kri­tik geprägt.

im nach­gang sind mir natür­lich noch ein paar punk­te ein­ge­fal­len, die ich nicht uner­wähnt las­sen möch­te:

- war­um hat man sich für ein blog­de­sign ent­schie­den, dass ein wenig arg an ein stan­dard-the­me erin­nert?

- wo ist der link zur gotha­er, sprich, was fehlt ist ein logo der gotha­er, wel­ches man etwa als soge­nann­ten home-but­ton inte­grie­ren könn­te

- war­um fin­det man auf der web­site nicht auf den ers­ten blick eine infor­ma­ti­on zu den soci­al activi­ties der gotha­er (link zu eige­ner sei­te mit sämt­li­chen soci­al pro­files oder soci­al plug­ins der chan­nels)?

- neben pod­casts auch you­tube berück­sich­ti­gen oder viel­leicht auch apps wie insta­gram und vine — auch kurz­web­vi­de­os haben ihren charme und errei­chen inzwi­schen eine men­ge nut­zer

schließ­lich möch­te ich mich bei rou­ven bedan­ken, der dafür sorg­te, dass dani­el und ich dabei sein konn­ten.

ich wün­sche der gotha­er auf ihrem weg ins soci­al web mit dem gothaer2know blog viel erfolg, viel enthu­si­as­mus und wei­ter­hin die­se bemer­kens­wer­te offen­heit!

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