Archiv der Kategorie: cases

cases & stu­dies

bru­net­tes shoot blon­des — tol­les musik­vi­deo auf 14 screens

brunettes shoot blondes

eigent­lich klingt bru­net­tes shoot blon­des ziem­lich gewal­tä­tig. ist es aber nicht. viel­mehr ist es vol­ler krea­ti­vi­tät. viel­mehr ist es geschich­ten­er­zäh­len par exel­lence. aber ein biss­chen ist es auch was für von und für geeks.

ein beein­dru­cken­des video-pro­jekt ist es in jedem fall. so etwas bringt nur das inter­net her­vor, den­ke ich so bei mir…

About Johan­nes Lenz

soci­al web­zopf, #cor­po­ra­te #soci­al #com­mu­ni­ca­ti­ons @starcomgermany & @akom360 and fan of #wer­der

start­up ele­funds: easy online spen­den

elefunds
das start­up ele­funds arbei­tet schon mit vie­len nahm­haf­ten Orga­ni­sa­tio­nen zusam­men

die not ist groß. eigent­lich ist sie das lei­der immer. denn jeden tag, an dem wir auf­ste­hen und die nach­rich­ten ein­schal­ten und über den schluck fri­schen kaf­fe glück­lich sind, die­sen gar zele­brie­ren, hören wir, wie  die not förm­lich aus dem äther quillt. im moment sind es die regio­nen bal­kan, vor allem wohl bos­ni­en-her­ze­go­wi­na, süd­su­dan oder nige­ria. und wir? sind froh über den kaf­fe und schlur­fen auf arbeit.

ent­setz­lich!

ele­funds: war­um sind front­li­ne­shop, saturn oder car­hartt nicht dabei?

will ich da nicht auf­run­den, wenn ich online ein­kau­fe? na klaro. und ich hät­te es gemacht bei mei­nen ein­käu­fen, zuletzt bei front­li­ne­shopsaturn oder car­hartt. nur: da gab es kein ele­funds. jeden­falls habe ich es nicht gese­hen. und auf­grund der situa­ti­on in den genann­ten län­dern und regio­nen wäre es super gewe­sen.

die idee des start­ups aus ber­lin unter füh­rung von yan­nick son­nen­berg ist so toll wie sie schon wie­der ein­fach ist. nach anfäng­lich 2 shops neh­men inzwi­schen über 70 teil, wie gru­en­der­sze­ne ende janu­ar 2014 berich­te­te. und von mir aus kön­nen es ruhig noch mehr wer­den, etwa front­li­ne­shop, saturn oder car­hartt.

das wäre wirk­lich toll!

This is ele­funds from ele­funds on Vimeo.

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soci­al media bot­tom-up case: man­ches­ter united sup­por­ters trust

eben las ich gemüt­lich in der Sonn­tags­zei­tung der FAZ. Für den letz­ten Tag der Woche, den Espres­so und ein lecke­res Früh­stück mit anschlie­ßen­der Ziga­ret­te eine ganz fei­ne Lek­tü­re, um die Syn­ap­sen lang­sam in den “Heute-entspannen-wir-uns”-Modus zu brin­gen. Und was lese ich in Regel zuerst?

genau, den ers­ten Teil. Aber dann hält es die Neu­gier­de nicht mehr aus und bahnt sich ihren Weg direkt in den Sport­teil. Dort ange­kom­men, will ich lesen, wie abwechs­lungs­reich und span­nend das Spiel von Wer­der am Vor­tag war. Tja, mei­ne “Fisch­köp­pe” bie­ten den Zuschau­ern und Fans seit eini­ger Zeit alles, was dazu­ge­hört, um den König Fuß­ball als das zu erle­ben, was es ist: eine Wun­der­tü­te.

aber zurück zur Gazet­te: Fol­gen­der Arti­kel rief mich auf den Plan, die­sen Post zu schrei­ben. Unter der Head­line “Grün-gol­de­ne Fuß­ball­re­vo­lu­ti­on” schreibt Micha­el Ashelm über den orga­ni­sier­ten Auf­stand von Anhän­gern des welt­weit bekann­ten Pre­mier League Klubs Man­ches­ter United.

aber was hat das in aller Welt mit Soci­al Media zu tun? Eine Men­ge.

ein Teil der ManU Fans hat sich orga­ni­siert in der ein­fluss­rei­chen Fan­or­ga­ni­sa­ti­on MUST, eine Abkür­zung, die für Man­ches­ter United Sup­por­tes Trust steht. Sie tritt ein für einen Rück­kauf des Ver­eins von der ame­ri­ka­ni­schen Unter­neh­mer­fa­mi­lie Gla­zer, der der Ver­ein seit 2005 gehört. Dem Eig­ner wird vor­ge­wor­fen, ManU “aus­zu­sau­gen”, sprich den Ver­ein nur als Mit­tel zur Geld­ver­meh­rung zu betrach­ten und damit alle, die sich mit dem Ver­ein iden­ti­fi­zie­ren, vor den Kopf zu sto­ßen. Und natür­lich damit den Ver­ein lang­fris­tig zu Gra­be zu tra­gen. Es geht also pri­mär ums lie­be Geld und nicht mehr um Lei­den­schaft beim Vor­zei­ge­klub auf der Insel, auf der der Fuss­ball einst ent­deckt wur­de.

must ist umtrie­big und orga­ni­siert den Pro­test auf viel­fäl­tigs­te Art und Wei­se. Dabei nutzt man zeit­ge­mä­ße Kanä­le zur Arti­ku­la­ti­on der eige­nen Inter­es­sen, wel­che auf ihrem Blog so zusam­men­ge­fasst wer­den:

MUST is the inde­pen­dent Man­ches­ter United Sup­por­ters trust. We are dedi­ca­ted to secu­ring mea­ning­ful per­ma­nent ownership of MUFC for sup­por­ters”

ashelm führt dazu aus: “… Die straff orga­ni­sier­te Fan­or­ga­ni­sa­ti­on Must ist in weni­gen Wochen sprung­haft gewach­sen, aus 30.000 Mit­glie­dern sind 150.000 gewor­den. Die Web-Gurus der Inter­net­agen­tur Blue Sta­te Digi­tal, die im Oba­ma-Wahl­kampf die Mas­sen für den ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten mobi­li­sier­ten, hel­fen, die Kam­pa­gne in die gan­ze Welt hin­aus­zu­tra­gen. 330 Mil­lio­nen Fans soll United rund um den Glo­bus haben.”

tja und Ashelm schreibt denn auch zurecht: “… Die Zurück­erobe­rung eines Fuß­ball­klubs durch Fans trifft den Nerv der Zeit. Wäh­rend Spe­ku­la­ti­on und Phan­ta­sie von Inves­to­ren die Pre­mier League zur stärks­ten Fuß­bal­li­ga der Welt gemacht haben, ver­wei­gern sich immer mehr Anhän­ger dem all­zu extre­men Fuß­ball­ka­pi­ta­lis­mus”

wo ist MUST in den Soci­al Media prä­sent?

Ent­schei­den­de Soci­al Media Kanä­le für MUST sind auf den ers­ten Blick Face­book und You­tube, wo sie authen­tisch und dia­log­ori­en­tiert ver­su­chen, Auf­merk­sam­keit für ihre Anlie­gen zu gene­rie­ren .

Die Face­book-Grup­pe von MUST hat rund 22.000 Mit­glie­der. Die Fan­sei­te auf Face­book hat knapp 4.000 Mit­glie­der. Zudem gibt es mit dem Chubb Club eine wei­te­re Fan­sei­te mit etwa 2.5000 Mit­glie­dern für alle die­je­ni­gen, die zu einem Spiel des Clubs kei­ne Kar­te bekom­men haben oder die­se sich nicht leis­ten konn­ten. Dane­ben ist MUST recht aktiv bei You­Tube. Das Video “Beck­ham loves United” ver­zeich­net zur­zeit rund 52.000 Auf­ru­fe.

Auf Twit­ter ist MUST eben­falls unter­wegs, aller­dings nicht über die Maßen erfolg­reich. Unter dem Kür­zel @MU_ST twit­tert man rund um neue Aktio­nen und hat seit einem hal­ben Jahr rund 450 Fol­lo­wer. Dane­ben wird der MUST Account durch einen busi­ness­ori­en­tier­ten Account @redsinbusiness (etwa 180 Fol­lo­wer) unter­stützt.

Inwie­weit Blue Sta­te Digi­tal in die Soci­al Media Bemü­hun­gen stra­te­gisch ein­ge­bun­den ist, was die bekann­te Agen­tur über­haupt für MUST macht und vor allem plant, bleibt abzu­war­ten.

Fazit: Auf den ers­ten Blick scheint hier eine grass­root-Bewe­gung auf dem Vor­marsch, die sich wie ande­re sin­gle-issue-Bewe­gun­gen bzw. Non-Pro­fit-Orga­ni­sa­tio­nen der Soci­al Media Kla­via­tur bedient. Das Inter­es­san­te dar­an ist, daß man wei­ter­hin bei den Akti­ven ehe­ren­amtich arbei­tet, für die Sache Unter­stüt­zer aus allen sozia­len Schich­ten bewe­gen kann und mit begrenz­tem Bud­get (Spen­den) via Inter­net für die eige­ne Sache zuneh­mend an Auf­merk­sam­keit gewinnt.

Dafür nutzt man offen­sicht­lich neben dem Sup­port durch eine welt­weit füh­ren­de Digi­tal-Agen­tur pri­mär Soci­al Media Kanä­le, die poten­ti­el­le Fans der Bot­schaft auf der gan­zen Welt auch nutzen.Und der Kern der Bot­schaft ist wie in vie­len Fäl­len: Emo­ti­on, David gegen Goli­ath und in die­sem Fall die Rück­be­sin­nung auf alte Tugen­den.

Ein Man­ko hef­tet der Bewe­gung aber den­noch an: Sie nutzt mit ihren Kon­tak­ten auch die Exper­ti­se von Prot­ago­nis­ten der glo­ba­len Wirt­schafts- und Finanz­kri­se, also jener Hedge­fonds­ma­na­ger und Bör­sen­mak­ler, die nach all­ge­mei­ner Les­art für das immer noch lan­ge nach­wir­ken­de Desas­ter des letz­ten Jah­res ver­ant­wort­lich zeich­nen. Aber viel­leicht geht es auch nicht anders, wenn man 1,5 Mrd. Euro für sei­ne Lie­be auf­brin­gen muß…

Man wird in Zukunft von MUST noch mehr hören, da bin ich mir recht sicher. Was meint Ihr dazu?

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