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kom­men­tar auf tobi­as schwarz: ein jahr huf­fing­ton post in deutsch­land

Huffington Post Deutschland

hal­lo tobi­as,

erst­mal dan­ke für dei­nen aus­führ­li­chen kom­men­tar drü­ben bei den netz­pi­lo­ten, die ich immer wie­der ger­ne mal lese.  fin­de ihn inter­es­sant, auch und vor allem, weil du huff­po und buzz­feed for­derst.

sie brau­chen auch feed­back, auch wel­ches, an dem man sich rei­ben kann und muss, das dis­ku­tiert wird. braucht es ja gele­gent­lich, um vor­wärts zu kom­men.

was buzz­feed angeht: du schreibst, das es

unter­halt­sam, aber seri­ös und nicht zu über­dreht”

sein soll. nun, ich fra­ge mich eher, ob buzz­feed über­haupt den anspruch an serio­si­tät hat, egal ob in deutsch­land oder glo­bal.

unter­halt­sam schon eher und infor­ma­tiv bzw. “life­hacking­mä­ßig” mit ani­mier­ten gifs, die mir etwa zei­gen, wie ich mei­ne saft­tü­te nach dem öff­nen beim ser­vie­ren nicht ver­tüd­de­le, son­dern ein­fach umdre­he mit dem ver­schluss nach oben zei­gen und alles gut ist.

was du völ­lig ver­nach­läs­sigst, ist der bewegt­bild­an­satz, den buzz­feed glo­bal fährt und der mei­nes erach­tens gene­rell ein­fluss haben wird: vide­os, die zwar ton haben, aber auch ohne funk­tio­nie­ren und damit dem auto­play und der vor­ein­stel­lung “ton aus” etwa bei face­book & co. rech­nung tra­gen. der erfolg gibt ihnen recht. man wird sehen, was in deutsch­land geht, aber das wird bestimmt ein teil sein.

ich für mei­nen teil gebe auch die­sem medi­en­an­ge­bot die zeit und chan­ce sich zu ent­fal­ten, bevor ich es kri­ti­sie­re. so habe ich es vor einem Jahr auch bei der huf­fing­ton post deutsch­land gehal­ten, als alle über sie, das neue, “her­fie­len” mit bei­ßen­der und ätzen­der Kri­tik im netz nicht geiz­ten.

die­se traf übri­gens auch und gera­de mag­da­le­na rogl, die gut ein­ste­cken muss­te, weil sie im netz für ein pro­jekt ihrer fir­ma als bot­schaf­te­rin ein­stand.

ich fin­de das nach wie vor  ein abso­lu­tes unding, aber das nur am ran­de und dabei ist es übri­gens wurscht, das wir uns ken­nen und schät­zen.  “der ton macht die musik” heißt es immer so schön. und das stimmt, damals wie heu­te und auch in zukunft.

ein Jahr spä­ter mag sie viel­leicht zu recht oder unrecht auf die us vor­bil­der hin­wei­sen, aber es stimmt schon: es braucht auch in der heu­ti­gen zeit zeit, so etwas auf­zu­bau­en. nur: das wis­sen auch sebas­ti­an mat­thes & co.: die öffent­li­che geduld ist sel­ten aus­dau­ernd in der heu­ti­gen zeit. und nach einem jahr kann man auch mal einen kri­ti­schen blick dar­auf wer­fen.

was ich aller­dings an dei­nen aus­füh­run­gen zur huff­po, die wie könn­te man es ihr ver­den­ken ein pos­ti­ves fazit zieht, ver­mis­se, ist etwa der blick auf die blog­ger und dabei geht es mir gar nicht dar­um, ob die­se bezahlt wer­den oder nicht, son­dern ein­fach um den fakt, das ich eini­ge von ihnen ken­ne, die da ordent­li­che tex­te schrei­ben.

und na klar wol­len sie gese­hen wer­den. wenn schon kein ent­gelt, dann eben die reich­wei­te und für wen das ok ist, soll es doch machen! habe ich übri­gens auch gemacht. das hat vor­her nie­mand so ange­bo­ten und es scheint vie­le über­zeugt zu haben.

ein bsp. ist ein lie­ber kol­le­ge von mir, der es inzwi­schen regel­mä­ßi­ger als ich schafft, dort zu blog­gen. er schreibt über ita­lie­ni­sche Poli­tik. als ita­lie­ner in deutsch­land. und er macht das in deut­scher Spra­che. toll.

selbst wenn sein blick sub­jek­tiv ist,  was ich ja auch erwar­te und für mich den Reiz aus­macht, erfah­re ich da zusätz­lich mehr zum the­ma als „nur“ über tra­di­tio­nel­le wege.

ich fin­de das scha­de, das sol­che tex­te kei­ne beach­tung in dei­nem kom­men­tar fin­den. ganz und gar über­flüs­sig fin­de ich dann das fazit:

aber von Inno­va­ti­on oder auch nur den Hauch eines respek­ta­blen Niveaus ist lei­der nichts zu spü­ren.“

ich fin­de reis­se­ri­sche über­schrif­ten nicht gut. aber mal ehr­lich: die­je­ni­gen, die sie kri­ti­sie­ren, ver­wen­den sie mit­un­ter auch mal ger­ne selbst, nicht wahr. nur, es muss mei­nes erach­tens auch was dran bzw. drin sein in dem dann fol­gen­den arti­kel.

bei huff­po ist das nicht immer der fall. stimmt. aber: was ist mit den blog­gern? was ist mit besag­tem kol­le­gen von mir? ihm und den ande­ren das niveau ein­fach mal eben so abzu­spre­chen, fin­de ich ungut.

es zeigt mir, dass es auf dich als autor zurück­fällt. war­um? es ist viel zu dras­tisch und zu allgmein­gül­tig und wahr­schein­lich genau das gegen­teil von dem, was du von ande­ren für dich und ande­re ein­for­derst:  näm­lich eine dif­fe­ren­zier­te hal­tung und beur­tei­lung statt ver­all­ge­mei­ne­run­gen.

das woll­te ich mal kom­men­tie­ren. irgend­wie bin ich sehr froh, dass sowohl huff­po als auch buzz­feed in deutsch­land am start sind, weil sie den markt ver­än­dern. wir müs­sen uns alle mehr gedan­ken machen.

über die inhal­te kann man dis­ku­tie­ren, aber dann bit­te auch dif­fe­ren­ziert. sonst kom­men wir nicht vor­wärts.

About Johan­nes Lenz

soci­al web­zopf, #cor­po­ra­te #soci­al #com­mu­ni­ca­ti­ons @starcomgermany & @akom360 and fan of #wer­der

soci­al media schafft die illu­si­on, sich in der öffent­lich­keit pri­vat zu füh­len”

letz­tens stand ich an einem sonn­tag­mit­tag auf einem bahn­steig. ich war­te­te in hanau auf einen zug nach mün­chen. das tele­fon klin­gelt. ein freund wünscht mir eine gute rei­se.

ach”, sagt er, “kennst du eigent­lich die­ses blog … selbstdarstellungssucht.de”? dar­auf­hin ich: “nein. soll­te ich?” er: “dach­te nur, weil du dich doch da in soci­al media rum­treibst und bloggst.” “ich: nee, ich ken­ne ja das eine oder ande­re, aber das nicht.”

er: “mhm, ja mei­ne mama hat­te da ne zeit­schrift rum­lie­gen, das fräu­lein oder so. eigent­lich gar nicht schlecht. auf jeden fall blät­ter­te ich dar­in und mir fiel die­ser arti­kel über das blog auf. dach­te, das könn­te für dich inter­es­sant sein.”

social media

irgend­wie weck­te das mei­ne neu­gier­de. gera­de die men­schen in dei­ner umge­bung, die mit dem was du treibst, gar nicht so viel am hut haben, geben dir ja immer wie­der mal wirk­lich gute tipps.

ich: dank dir. ich schaue es mir gleich im zug an.” gesagt getan. tasche geschul­tert und ab in den dann war­ten­den zug und das tele­fon her­aus­ge­fischt. schon beim tip­pen muss­te ich an mich selbst den­ken…

bin ich süch­tig, weil ich mich im soci­al web am tag unzäh­li­ge stun­den bewe­ge, ob nun per mobi­le oder am desk­top rech­ner?

schnell die fra­ge bei­sei­te gewischt und das blog begut­ach­tet. ne men­ge inter­views mit durch­aus inter­es­san­ten men­schen. mhm. seit 2009 bloggt vero­ni­ka nun schon.

und, das sag­te mein freund auch: “hey, die blog­ge­rin kommt aus mün­chen!” gut, dach­te ich mir und schrieb ihr eine mail, weil ich ein­fach mal wis­sen woll­te, was das ist, die­ses blog mit dem namen selbst­dar­stel­lungs­sucht, wel­ches auch auf face­book ver­tre­ten ist und von über 3.000 fans bevöl­kert wird…

johan­nes moin vero­ni­ka. ich freue mich, dass du mei­ne inter­view­an­fra­ge ange­nom­men hast.

vero­ni­ka ger­ne, das ist mein ers­tes inter­view per goog­le dri­ve.

johan­nes du sag mal, war­um bloggst du? oder bes­ser: stell dich doch mal kurz vor.

vero­ni­ka ja, wer bin ich, wenn ich online bin? das ist eine fra­ge, die ich mir schon seit mei­ner ers­ten blo­ger­fah­rung gestellt habe. ich blog­ge seit mein deutsch­leh­rer uns damals im deutsch-lk einen klas­sen­blog hat füh­ren las­sen und mich die­se form von publi­ka­ti­on ab dem zeit­punkt begeis­tert hat.

seit dem habe ich eini­ge blogs gehabt — online sind nur noch die selbst­dar­stel­lungs­sucht und davon auch nur noch tei­le. sowie die tumb­lr cat­sand­pis­tols und bestre­etart.

ich habe ein fer­ti­ges kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­sign stu­di­um, stu­die­re im moment medi­en­kunst an der aka­de­mie der bil­den­den küns­te in mün­chen und war ein jahr im pres­se­club men­to­ring pro­gramm.

Ver­öf­fent­li­chen ist für mich so ein inne­rer drang. den aus­tausch, den blogs und soci­al media mit andern men­schen ermög­li­chen, fin­de ich fas­zi­nie­rend, ich kann leu­te fin­den, die sich für das inter­es­sie­ren was ich mache, die ich da drau­ßen so nicht tref­fen wür­de.

selbst­dar­stel­lungs­sucht bedeu­tet in bezug auf soci­al media die­sen ste­ten drang ande­re men­schen bzw. freun­den einen neu­en sta­tus mit­zu­tei­len. soci­al-media-nut­zer ten­die­ren ja doch dazu wenn mög­lich täg­lich ande­re pro­fi­le zu sich­ten und das eige­ne pro­fil oft upzu­da­ten. da gibt es einen immensen wunsch nach aner­ken­nung und beach­tung.”

vero­ni­ka chris­ti­ne dräx­ler

johan­nes man müß­te sich ja auch mit schild hin­stel­len und sie dar­auf auf­merk­sam machen. by the way. das erin­nert mich an die­ses video über face­book. wirkt bestimmt auf vie­le ein wenig komisch, wür­de man sich so dar­stel­len. oder aber man geht auf mes­sen oder events.

aber selbst dort hat man ja nur begrenz­te mög­lich­kei­ten, sich in kur­zer zeit so zu prä­sen­tie­ren. also in der gän­ze, wie es ein blog etwa ermög­licht oder ande­re soci­al media. wie hat man es denn vor 10–15 jah­ren gehand­habt, als die­se per­spek­ti­ven noch zukunfts­mu­sik waren?

social media

vero­ni­ka das video ist super — so habe ich das auch noch nicht gese­hen. mich erin­nert die­ses öffent­li­che mit dem mega­pho­ne her­um ren­nen an das aus­stel­lungs­sze­na­rio bei der son­der­aus­stel­lung @home im deut­schen muse­um, bei der ich letz­tes jahr hin und wie­der füh­run­gen gege­ben habe.

dort konn­ten die aus­stel­lungs­be­su­cher platz auf sofas in einer wohn­zim­mer­ku­lis­se neh­men, die dazu ein­ge­la­den haben sich hei­me­lig und pri­vat zu füh­len. sich hin­zu­le­gen, aus­zu­stre­cken, eini­ge besu­cher sind sogar ein­ge­schla­fen..

die­ses wohn­zim­mer war aber ein öffent­li­ches, jeder konn­te zu schau­en. sich in einer öffent­lich­keit pri­vat füh­len, das ist eine illu­si­on, die soci­al media aus­löst.

wie das vor 10–15 jah­ren war? kei­ne ahnung, aber da hat­te ich mein ers­tes han­dy, ein nokia 5110, da war es das größ­te die­se ascci code bild­chen zu ver­schi­cken.

social media

mr. spock im ascii-code: die com­pu­ter-schrift­zei­chen wer­den 50 via chip.de

johan­nes ich hat­te auch ein nokia, aber spä­ter. es war irgend­wie unka­putt­bar. aber bil­der, nun ja, da sind ja die heu­ti­gen smart­pho­nes schon bes­ser. wie ist das eigent­lich, siehst du auch einen trend zu einer immer visu­el­ler wer­den­den kom­mu­ni­ka­ti­on? denn die bil­der neh­men ja so lang­sam über­hand, ob mobil oder am rech­ner. oder eben in blogs.

vero­ni­ka da gibt es die­se rede­wen­dun­gen: ein bild sagt mehr als tau­send wor­te. oder: bil­der kön­nen nicht lügen. im mit­tel­al­ter hat­ten bil­der eine gro­ße macht auf deren betrach­ter. haben sie das heu­te noch auf uns?

ich den­ke ein groß­teil der inter­net-user ist sich dem the­ma der bild­ma­ni­pu­la­ti­on bewusst. was ein bild erzeugt ist nach wie vor eine unschlag­ba­re unmit­tel­bar­keit. es ist leich­ter einen moment zu foto­gra­fie­ren, als ihn zu erklä­ren.

statt jeman­dem also zu beschrei­ben, was ich gera­de mache, ist ein bild ein­fach schnel­ler gemacht und ver­schickt. das ist prak­tisch. was ich mich fra­ge ist, wie wird insta­gram, tumb­lr oder ffffound den beruf des foto­gra­fens, bild­agen­tu­ren und ver­la­ge ver­än­dern.

ges­tern erst habe ich auf der sei­te mother jones dar­über gele­sen, dass die redak­teu­re der chi­ga­go sun-times ihren jour­na­lis­ten ein ipho­ne-foto-trai­ning geben und so die foto­gra­fen-hono­ra­re ein­ge­spart wer­den sol­len.

mei­ner mei­nung nach haben wir zwar eine gigan­ti­sche bil­der­flut — aber das sagt nichts über die qua­li­tät der bil­der aus. nicht jeder der ein bild macht, kann auch wirk­lich gute bil­der machen.

social media

johan­nes letz­te­res stimmt abso­lut. aber was ist jetzt eigent­lich selbst­dar­stel­lungs­sucht, also nicht nach wiki­pe­dia, son­dern nach dei­ner auf­fas­sung. denn wenn du auf dei­nem blog inter­es­san­te men­schen inter­viewst, dann ist das ja auch eine form von dar­stel­lung.

geht der name dei­nes blogs dar­auf zurück, dass wir irgend­wie doch alle ein wenig extro­ver­tier­ter sind, als wir viel­leicht zuge­ben wol­len?

kurz gesagt stel­len wir krea­ti­ve macher vor — nach wel­che genau­en kri­tie­ri­en wir die­se aus­su­chen kann ich lei­der nicht punkt­ge­nau fest­hal­ten, das haben wir jetzt nir­gends auf­ge­schrie­ben bzw. fest­ge­hal­ten. das ist viel per­sön­li­ches inter­es­se und intui­ti­on. ich sage aber schon auch oft nein zu vor­schlä­gen — ich suche schon einen gewis­sen grad an ästhe­tik in der per­son und ihrer geschich­te und dar­stel­lung für den blog.”

vero­ni­ka chris­ti­ne dräx­ler

vero­ni­ka selbst­dar­stel­lungs­sucht bedeu­tet in bezug auf soci­al media die­sen ste­ten drang ande­re men­schen bzw. freun­den einen neu­en sta­tus mit­zu­tei­len. soci­al-media-nut­zer ten­die­ren ja doch dazu wenn mög­lich täg­lich ande­re pro­fi­le zu sich­ten und das eige­ne pro­fil oft upzu­da­ten. da gibt es einen immensen wunsch nach aner­ken­nung und beach­tung.

den blog habe ich so getauft, weil das publi­zie­ren an sich ohne ein lesen­des gegen­über wenig moti­viert und weil einen text ver­öf­fent­li­chen doch auch bedeu­tet, dass ich will, dass er gele­sen wird. ich fin­de es abso­lut mensch­lich feed­back bekom­men zu wol­len.

eine publi­ka­ti­on — dar­un­ter zäh­le ich auch ein sta­tus-update — zeigt für mich, dass da ein mensch auf etwas auf­merk­sam machen möch­te. das kann er aber nur in dem er sich selbst ein­bringt. beim publi­zie­ren geht es aber mehr und mehr nur noch dar­um sich selbst zu pro­fi­lie­ren — dies auf kos­ten des pri­vat­le­bens zu tun, das fin­de ich nicht mehr gut.

wir suchen für den blog also nach per­sön­lich­kei­ten, nicht nach pro­fi­len. der name selbst­dar­stel­lungs­sucht ist also in bezug auf den blog ein wenig selbst­iro­nisch gemeint. tat­säch­lich möch­ten wir men­schen vor­stel­len, die etwas beson­de­res machen und ihrem eige­nen weg fol­gen und das auch in der öffent­lich­keit so kom­mu­ni­zie­ren, dass sie uns auf­fal­len.

johan­nes die­sen ste­ten drang ver­spü­re ich. er resul­tiert bei mir aber weni­ger aus dem drang, publi­zie­ren zu müs­sen als viel­mehr mit ande­ren men­schen in den dia­log zu tre­ten und mei­ne neu­gier­de auf neu­es und men­schen zu befrie­di­gen.

die­ser antrieb hat mein hob­by zum beruf wer­den las­sen. und schränkt, das gebe ich zu, mein pri­vat­le­ben durch­aus häu­fi­ger ein, wenn man so will.

aber das ändert sich suk­zes­si­ve. denn man ent­wi­ckelt sich wei­ter wie auch eben das inter­net sich wei­ter­ent­wi­ckelt. aber zurück zu dei­nem blog: was ist das beson­de­re an den men­schen, die bei dir vor­ge­stellt wer­den?

social media

vero­ni­ka sie machen etwas — was uns als auto­ren auf­fällt — aus eige­nem antrieb und das beson­ders gut. es sind krea­ti­ve aus unter­schied­lichs­ten berei­chen, die für sich eine nische gefun­den haben.

kurz gesagt stel­len wir krea­ti­ve macher vor — nach wel­che genau­en kri­tie­ri­en wir die­se aus­su­chen kann ich lei­der nicht punkt­ge­nau fest­hal­ten, das haben wir jetzt nir­gends auf­ge­schrie­ben bzw. fest­ge­hal­ten. das ist viel per­sön­li­ches inter­es­se und intui­ti­on.

ich sage aber schon auch oft nein zu vor­schlä­gen — ich suche schon einen gewis­sen grad an ästhe­tik in der per­son und ihrer geschich­te und dar­stel­lung für den blog.

johan­nes vero­ni­ka, hab lie­ben dank für das span­nen­de inter­view. ich hof­fe, wir tref­fen uns bald mal auf einen espres­so oder ein hel­les in einem der schö­nen bier­gär­ten die­ser stadt.

vero­ni­ka ger­ne.

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11 fra­gen, 11 ant­wor­ten, 11 blogs — blogstöck­chen von mar­tin (best blog award)

blogstöckchen
ski-stöck­chen by m.prinke (CC BY-SA 2.0) via flickr http://www.flickr.com/photos/54851755@N00/8545099958

wie­der ein blogstöck­chen, dass ich auf­fan­ge. dies­mal aller­dings ist es eine fra­ge mehr als beim letz­ten mal, als nico zum wurf ansetz­te. mar­tin mey­er-goss­ner, mir lang bekann­ter soci­al busi­ness exper­te, hat es unter ande­rem mir zuge­wor­fen (nach­dem er es von ste­fan bekam) und ich wer­de mal sehen, ob ich klar­heit schaf­fen kann.

1. mit wel­chem pro­mi wür­dest du ger­ne mal abend­essen, und war­um aus­ge­rech­net der/die?

hui… da habe ich mir ehr­lich gesagt noch nie gedan­ken drü­ber gemacht, wes­halb mir die ant­wort echt schwer fällt. ich glau­be, wenn über­haupt, dann viel­leicht mit noel gal­lag­her oder jonas kauf­mann.

noel, weil es mich mit sei­nem bru­der liam und der gemein­sa­men band oasis seit lan­gem fas­zi­niert und ich da swem­bley album immer wie­der ger­ne höre.

in bezug auf jonas kauf­mann muss ich geste­hen, dass ich eine cd mit ihm gehört habe. ich war sofort hin und weg. und irgend­wie waren gefühlt vie­le fami­li­en­mit­glie­der schon ein­mal bei einer auf­füh­rung mit ihm. er ist einer der ganz gro­ßen und den tenö­ren die­ser zeit, liest man immer wie­der. obwohl ich geste­hen muss: ich bin alles ande­re als ein exper­te auf die­sem gebiet.

2. was war dein lus­tigs­tes erleb­nis in dei­nem leben bis­her?

zu gyman­si­ums­zei­ten mit dem musik­kurs beim lan­des­ent­scheid oder war es kreis­ent­scheid car­mi­na burana von carl orff auf­füh­ren mit mir an der tri­an­gel 🙂

3. wann hat­test du das gefühl, blogs kön­nen etwas bewe­gen?

das war wohl wäh­rend mei­nes prak­ti­kums bei bmw. ein ame­ri­ka­ni­sches auto­blog mel­de­te, das ein pri­va­ter bmw irgend­wo in ame­ri­ka nur noch rück­wärts fah­ren kön­ne. das zog dann sei­ne krei­se bis nach mün­chen. oder aber die geschich­te um den dama­li­gen chef­de­si­gner, nach­dem auch das heck des dama­li­gen 7ers benannt wur­de, aller­dings recht abfäl­lig.

4. wann woll­test du dei­ne soci­al media kar­rie­re mal beer­di­gen?

was heißt denn soci­al media kar­rie­re? das hört sich irgend­wie komisch an und ent­spricht gar nicht mei­nem ver­ständ­nis, da ich mei­ne lie­be zur kom­mu­ni­ka­ti­on via soci­al web als hob­by begann und es schließ­lich zum beruf wur­de.

bereits wäh­rend mei­nes volon­ta­ri­ats in stutt­gart wuß­te ich, dass ich das, was ich auf blogs, twit­ter & co. trei­be, auch beruf­lich machen wür­de wol­len.

zwei­fel dar­an kamen bei mir auf, als es zu einem streit mit einem bekann­ten blog­ger kam. damals war ich wirk­lich ziem­lich rat­los.

aber es gab men­schen, die mir hal­fen und zur sei­te stan­den. inzwi­schen sehe ich es als eine erfah­rung, die wahr­schein­lich zur bes­ten zeit kam, da sie mich in mei­nem ver­hal­ten online wie off­line sehr geprägt hat.

5. in wel­cher bar und mit wel­chem drink hät­tet ihr die­sen frust ger­ne ertrun­ken?

hät­te ich es pro­biert, es hät­te nicht geklappt, weil ich dafür nicht der typ bin, wie ich irgend­wann mal fest­ge­stellt habe. aber wenn, dann hät­te ich wohl die bar gewählt sowie ein paar her­ren­ge­de­cke…

6. wer hät­te eure stim­mung dann sofort auf­ge­hellt (vip, nicht lebens­part­ner!)?

wahr­schein­lich marc frey, denn immer wenn ich ihn tref­fe lacht er und ist fröh­lich und guter din­ge.

7. was ist die bes­te ver­an­stal­tung des “digi­tal-jah­res 2014″ (und war­um)?

ganz klar die re:publica 14 in ber­lin, die wie jedes jahr u.a. von john­ny häus­ler orga­ni­siert wird. es ist nicht nur die kon­fe­renz, auf der man so ziem­lich  alle aus sei­nem netz­werk trifft, son­dern noch immer recht locker und unauf­ge­regt mit vie­len unter­halt­sa­men side events, die das netz­wer­ker­herz erfreu­en.

dane­ben wür­de ich die all­face­book mar­ke­ting / deve­l­oper con­fe­rence in mün­chen bzw. ber­lin emp­feh­len. was jens und fipsy von allfacebook.de hier zwei­mal im jahr auf die bei­ne stel­len sucht sei­nes­glei­chen. es hat sich inzwi­schen her­um­ge­spro­chen, dass die bei­den blogg­ger eines der füh­ren­den fach­blogs rund um face­book neben thomashutter.com und futurebiz.de immer wie­der für wert­vol­le bei­tra­ä­ge von fach­leu­ten sor­gen.

8. mit wel­cher musik wollt ihr nach der dor­ti­gen par­ty geweckt wer­den?

spon­tan wür­de ich sagen: the xx oder aber mit hap­py von phar­rell wil­liams in der dau­er­schlei­fe 🙂

9. was moti­viert euch ein leben als blog­ger wei­ter­zu­füh­ren?

viel­leicht die bes­te die­ser 11 fra­gen. die größ­te moti­va­ti­on für mich besteht dar­in, das ich ers­tens mei­ne gedan­ken zu papier ähm ins blog brin­ge und zwei­tens die­se manch­mal nicht anders arti­ku­lie­ren könn­te als über das schrei­ben.

das wich­ti­ge am schrei­ben ist, dass es dein den­ken im wahrs­ten sin­ne des wor­tes orga­ni­siert. ein sach­ver­halt wird dann noch kla­rer, vor allem weil du abwägst und dir für den leser nach­voll­zieh­bar eine mei­nung bil­dest.

klar, nicht immer. aber ich ver­su­che das oft wie mög­lich.

10. wenn ihr mal nicht bloggt und arbei­tet, ver­bringt ihr zeit am liebs­ten mit…?

off­line­sein, weil ich dies brau­che um ener­gie zu tan­ken und die bir­ne frei zu bekom­men. dann wird greist, gele­sen, lecker gekocht und geges­sen usw.

11. was könn­te ich für euch tun, wenn ihr einen (rea­lis­ti­schen) wunsch frei hät­tet?

gute fra­ge mar­tin. eigent­lich nichts, denn das was ich wich­tig fin­de, tust Du ja schon, näm­lich gele­gent­lich ein offe­nes ohr zu haben 🙂

So, und jetzt wer­fe ich das Stöck­chen wei­ter und freue mich, wenn es ant­wor­ten von

jan fir­sching

robert basic

micha­el prä­to­ri­us

simo­ne jan­son

tho­mas koch

michae­la brandl

jörn sie­ve­n­eck

sachar kri­woj

rou­ven kas­ten

kars­ten loh­mey­er

chris dippold

auf fol­gen­de fra­gen hagelt:

1. was ist zur­zeit dein beruf­li­ches ste­cken­pferd?

2. was hat das mit die­sem Inter­netz zu tun?

3. wenn du dich zwi­schen einem tablet und einem mobi­le ent­schei­den müß­test, wa swür­dest du neh­men (bit­te begrün­den)?

4. was war dein ganz spe­zi­el­ler moment im soci­al web 2013?

5. wenn die son­ne scheint, mache ich mich auf und … (bit­te ver­voll­stän­di­gen und begrün­den)

6. auf wel­chem kon­zert warst du zuletzt?

7. auf dei­nem schreib­tisch herrscht a) immer cha­os b) ord­nung oder c) als digi­ta­ler noma­de habe ich gar kei­nen schreib­tisch (bit­te zutref­fen­des begrün­den)?

8. ange­nom­men, du könn­test wie­der­ge­bo­ren wer­den, als was wür­dest du auf der welt erschei­nen?

9. hund oder kat­ze?

10. was hat dich im soci­al web, seit dem du in ihm unter­wegs bist, am meis­ten über­rascht (posi­tiv wie nega­tiv)?

11. was wünschst du dir für 2014 (beruf­lich, pri­vat, as you want)?

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