goog­le reader: kom­for­ten­de

googlereader-ankündigung

das war‘s mit goog­le reader. ende gelän­de. das ende einer guten und pro­duk­ti­ven freund­schaft. das infor­ma­ti­ons- und nach­rich­ten-dash­board par exel­lence hat fer­tig. erst das zusam­men­wir­ken mit goog­le buzz, dann immer mehr als mobi­le ver­netz­te infor­ma­ti­ons­struk­tur via flip­board (one-way-anbin­dung zu goog­le reader, face­book, twit­ter, goog­le+, lin­kedin, insta­gram sowie app eige­nen rubri­ken und con­tent­an­bie­tern plus) und feed­ly (one-way-anbin­dung an goog­le reader, push zu face­book, goog­le+ und twit­ter)  und natür­lich wei­ter­hin auf dem desk­top mit anbin­dung an goog­le+.

googlereader-plustausend

jeden tag der hin­weis, dass noch über tau­send arti­kel unge­le­sen dar­auf war­ten, “ge-scannt” zu wer­den. damit soll nun schluss sein? jein.

ers­tens: es ist wich­tig, sich nach einer gewis­sen zeit immer mal wie­der vom sofa zu erhe­ben. und wenn es nur für den gang um das quar­tier ist und man dabei auf ein kalt­ge­tränk sei­nes ver­trau­ens stößt. das leben ist nicht so bequem wie es manch­mal scheint. es über­rascht. es quält sogar. aber wenn ich eines gelernt habe: das inter­netz wan­delt sich immer wie­der aufs neue, gera­de­zu wie ein cha­mä­le­on sei­ne haut­far­be der umge­bung anpasst.

wenn es so daher kommt mit sei­nen vie­len annehm­lich­kei­ten, dis­rup­tio­nen und  inno­va­ti­on wie goog­le, face­book und unend­li­chen apps, dann darf man sich dabei gewiss sein: es bewegt sich und kann schon mor­gen ganz anders aus­se­hen, sich anfüh­len und sich bewe­gen.

und heu­te mor­gen hat es sich wie­der ein­mal bewegt, her­aus aus einer wirt­schaft­li­chen ent­schei­dung, die rss-tech­no­lo­gie und ihre wei­ter­ent­wick­lung viel­leicht sogar zu befeu­ern. wer weiß.

aber erst­mal ist da die­ser schmerz, der ent­steht, wenn gewohn­tes in gefahr ist, weg­zu­bre­chen. nur dann zeigt sich doch eigent­lich im grun­de, wie sehr man selbst im stan­de ist, aus der situa­ti­on gestärkt her­vor­zu­ge­hen. die ero­si­on des gewohn­ten kann der anfang des neu­en sein.

zwei­tens: alter­na­ti­ven gibt es. sich aber zu ent­schei­den und das pas­sen­de zu fin­den, dau­ert ein wenig. man ist es ja auch nicht gewohnt, sich täg­lich ein neu­es zuhau­se zu suchen. so ist es ein wenig mit dem goog­le reader. er beglei­tet mich seit mei­ner zeit bei bmw. das war so ab ende 2007. jetzt haben wir anfang 2013.

und in der zwi­schen­zeit hat sich bei rss ja auch nicht viel getan, muss man sagen. allei­ne die vie­len apps, die inhal­te nach inter­es­sen sor­tie­ren, hät­ten mir ja schon zu den­ken gege­ben. man stel­le sich mal vor wie eine app inhal­te nach eige­nen inter­es­sen kura­tiert und dar­in zusätz­lich die unmen­gen rss feeds mei­nes readers sowie die feeds mei­ner netz­wer­ke inte­griert? das wäre ein glücks­mo­ment son­ders­glei­chen. ein wenig ist das ja bei flip­board der fall, das ja schon seit gerau­mer zeit geschmei­dig in magazin­form daher­kommt.

aber mal ehr­lich: will ich das? ich will ein­fach die schma­le, rot­zi­ge head­linelas­ti­ge art des goog­le readers mit der ent­spre­chend­ne ein­stel­lung und der inter­gra­ti­on mei­ner netz­wer­ke.

und da kommt mir feed­ly ent­ge­gen und ist der­zeit mein favo­rit. das ein­zi­ge man­ko: mei­ne netz­wer­ke wer­den nicht inte­griert, ich kann sie nur zum teil belie­fern (s.o.). gut so ist auch flip­board, aber dort ist die inte­gra­ti­on auf meh­re­re für mich rele­van­te soci­al media kanä­le aus­ge­dehnt und lie­fert zusätz­lich mei­ne rss feeds aus. und das alles beim durch die gegend stol­pern, weil man die füße nicht hebr, weil man sie wegen des kno­chens nicht sieht.

bis zum 1.7. ist noch zeit. und die wun­den wer­den pünkt­lich geleckt sein. bis dahin emp­feh­le ich in einer ruhi­gen minu­te fol­gen­de diens­te aus­zu­pro­bie­ren: feed­ly, flip­board, news360, theold­re­ader, pris­ma­tic. da soll­te schon was was dabei sein.

rock ‘n‘ roll is here to stay

2 Gedanken zu „goog­le reader: kom­for­ten­de“

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