lesen bil­det. und trans­pa­renz erst.

end­lich. ein ruhi­ger moment.  mal wie­der blog­gen. wie habe ich es ver­misst.  im letz­ten hal­ben jahr ging es ja hoch her. sicher­lich habt ihr mit­be­kom­men, daß ich mit dar­an betei­ligt war und bin, das grey blog ins leben zu rufen. es ist jetzt schon fast fünf mona­te alt und hat sich präch­tig ent­wi­ckelt. klar, es gibt noch viel zu tun und zu ver­bes­sern, aber für den stand heu­te haben wir da etwas fei­nes geschaf­fen. und es macht sehr viel spass, dar­an mit zu bas­teln und es wei­ter­zu­ent­wi­ckeln.

jetzt könn­te ich sagen: “was des einen freud, ist des ande­ren leid”, denn das beruf­li­che blog­gen führ­te dazu, das mein eige­nes blog dar­über ein wenig ins hin­ter­tref­fen geriet. in der regel neh­me ich mir für einen post etwas mehr zeit. und dann sitzt man da und denkt nach. die zeit ver­fliegt wie im flug und nach und nach möch­te man immer mehr schrei­ben. es rasen einem die gedan­ken nur so durch den kopf. sie spru­deln und spru­deln. und doch: manch­mal ist weni­ger eben mehr.

gedan­ken­strich.

in der zwi­schen­zeit habe ich es aber immer­hin geschafft und mal wie­der ein buch gele­sen. es mag jetzt nicht für jeder­mann die opti­ma­le nacht­lek­tü­re dar­stel­len, aber da ich es span­nend fin­de, las ich eben manch­mal bis tief in die nacht dar­in. es ist 342 sei­ten stark und ver­fügt über ein quel­len­ver­zeich­nis sowie über ein glos­sar. und wie ihr links sehen könnt, hat es klaus eck ver­fasst.

tja, was soll ich über ihn schrei­ben, was nicht schon bekannt wäre? viel­leicht soll­te ich es mal anders her­um machen und ihm an die­ser stel­le ein­fach fra­gen stel­len, die ihm so viel­leicht noch nicht begeg­net sind.

1. herr eck, sie müss­ten ja im besitz einer bahn­cad 100 sein: ent­schä­digt die­se für die vie­len ver­spä­tun­gen auf ihren wöchent­li­chen geschäfts­rei­sen quer durch deutsch­land?

2. kön­nen sie im zug­ei­gent­lich kon­zep­tio­nell arbei­ten und wenn ja, was ist ihr geheim­re­zept?

3. wenn wir bei geheim­re­zep­ten sind: wie steht es wäh­rend ihrer fahr­ten denn um die qua­li­tät der mobi­len inter­net­ver­bin­dung (nut­zen sie die tele­kom oder einen pri­va­ten anbie­ter)?

4. ver­net­zung ist heu­te das a und o im social web: wenn sie auf­ma­len müß­ten, wie sie ihre updates auf die unter­schied­li­chen social media kanä­le auf­spie­len und somit einen hohen grad an ver­netz­ter prä­senz schaf­fen, wie wür­de das bild aus­se­hen?

ich freue mich auf ihre ant­wor­ten!

aber zurück zu mei­nen ein­drü­cken des buches. kla­re wor­te, kla­re struk­tur, ganz so wie bei social media rela­ti­ons von bern­hard jode­leit, wel­ches ich letz­tes jahr an die­ser stel­le besprach. aber der schwer­punkt scheint doch ein wenig anders. eck rich­tet sich an unter­neh­men und ihren auf­tritt im social web.

genau­er gesagt: es geht ihm um ihre (cor­po­ra­te) online repu­ta­ti­on und wie sie die­se mana­gen kön­nen. dabei geht er von fol­gen­dem stand­punkt aus, der gleich in den ers­ten sät­zen deut­lich wird und das fun­da­ment des buches bil­det: “wir leben im zeit­al­ter der trans­pa­renz. unter­neh­men, mar­ken, aber auch ein­zel­per­so­nen — wie etwa mit­ar­bei­ter — ste­hen unter beob­ach­tung der öffent­lich­keit.” das buch rich­tet sich in ers­ter linie an “pro­fes­sio­nals wie auch berufs­ein­stei­ger”, die sich im rah­men ihrer tätig­keit zwangs­läu­fig mit “die­ser neu­en kom­mu­ni­ka­ti­ons­kul­tur” aus­ein­an­der­set­zen müs­sen.

das buch von klaus eck  ist ein plä­doy­er für den offe­nen umgang mit wis­sen, für den aus­tausch, wodurch man letzt­lich sich selbst oder sein unter­neh­men und des­sen mar­ke aus­bil­det und aktiv kom­mu­ni­ziert. der aus­tausch fin­det sowohl im unter­neh­men selbst als auch mit der außen­welt statt. dabei spielt ver­trau­en und glaub­wür­dig­keit eine ent­schei­den­de rol­le, denn wer heut­zu­ta­ge ver­sucht, etwa feh­ler in der kom­mu­ni­ka­ti­on offen­sicht­lich zu ver­tu­schen oder in kri­sen­si­tua­tio­nen die fal­schen maß­nah­men wie etwa abmah­nun­gen oder til­gun­gen von vide­os oder ähn­li­chem ver­sucht, der macht sich nur noch angreif­ba­rer und wird dafür zur rechen­schaft gezo­gen, was eck mit aktu­el­len bei­spie­len unter­legt.

ein wei­te­rer punkt, der die­ses buch so kna­ckig für sei­ne leser macht, ist der fakt, daß eck sich dar­um bemüht, aktu­el­les­te zah­len vor­zu­le­gen. klar, inzwi­schen sind die bei­spie­le, fäl­le wie bp oder nest­lé, für uns alle nicht mehr neu. aber ich woll­te ja auch schon längs­tens dar­über gebloggt haben ;). zudem been­det jedes kapi­tel eine check­lis­te, die dem leser einen roten faden zu rea­li­sie­rung bie­ten, wie er bei­spiels­wei­se mit bewer­tungs­por­ta­len umge­hen kann bzw. soll­te.

es ist aber nicht nur die klar­heit, mit der eck sei­ne argu­men­ta­ti­on für ein trans­pa­ren­tes unter­neh­men vor­trägt. viel­mehr  stellt eck dem leser gera­de­her­aus die fra­ge, ob des­sen unter­neh­men schon als ein social media unter­neh­men zu bezeich­nen ist.

im mit­tel­punkt der beant­wor­tung die­ser fra­ge steht steht natür­lich der zur­zeit oft erwähn­te social media mana­ger. “wer ist im unter­neh­men für social media ver­ant­wort­lich?” fragt eck und gibt sogleich den hin­weis: “schaf­fen sie die posi­ti­on des social media mana­gers, der alle komm­mu­ni­ka­ti­ven zustän­dig­kei­ten  eines unter­neh­mens abtei­lungs­über­grei­fend bei sich bün­delt und hier­zu eine stab­stel­le erhält.” Denn: “Erfolg­rei­che Social Media Mana­ger zah­len posi­tiv auf die Mar­ken­wahr­neh­mung. Sie sor­gen dafür, dass die Kun­den in kür­zes­ter Zeit einen schnel­len Zugang auf Unter­neh­mens­in­for­ma­tio­nen erhal­ten und somit zufrie­de­ner sind.”

eck stellt aber auch klar: “letzt­lich ist der social media mana­ger eine über­gangs­fi­gur im rah­men eines chan­ge manage­ment: anfangs wird er gebraucht, um das unter­neh­men auf die heruas­for­de­rung social media vor­zu­be­rei­ten und die ein­zel­nen abtei­lun­gen für chan­cen und risi­ken zu sen­si­bi­li­sie­ren. doch je stär­ker es bereits ein social media unter­neh­men ist, des­to mehr wer­den die auf­ga­ben des social media mana­gers auf alle mit­ar­bei­ter ver­teilt, die in irgend­ei­ner art und wei­se öffent­lich arbei­ten.”

nach 340 sei­ten zieht eck das fazit, das sich das, was er zuvor aus­führ­lich dar­ge­stellt hat, für den einen oder ande­ren leser noch als “zukunfts­mu­sik” anhö­ren mag. doch weit gefehlt. denn: “…für die jün­ge­ren, die sich spie­le­risch auf die neu­en tech­no­lo­gien ein­las­sen, ist es längst geleb­te rea­li­tät.”

fazit: ich kann jedem, der sich im bereich cor­po­ra­te com­mu­ni­ca­ti­ons und dar­über hin­aus um eine zeit­ge­mä­ße und zukunfts­ge­rich­te­te prä­senz sei­nes unter­neh­mens bemüht, das jüngs­te werk von klaus eck nur emp­feh­len. es ist wie sein titel: trans­pa­rent und glaub­wür­dig.

in eige­ner sache: klaus eck hat auf mei­ne anfra­ge hin mir dan­kens­wer­ter wei­se ein exem­plar sei­nes buches trans­pa­rent und glaub­wür­dig für eine rezen­si­on über­las­sen und umge­hend zuge­sandt, wofür ich mich an die­ser stel­le recht herz­lich bedan­ken möch­te.


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