luxus­zug­blick ii

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situa­ti­on: fens­ter­platz am vie­rer­tisch im voll­be­setz­ten ice mit zwei zug­tei­len auf dem weg nach mün­chen bei son­nen­schein.

wie an einen sol­chen platz mit die­ser herr­li­chen aus­sicht auf das vor­bei­zie­hen­de (urba­ne) grün kom­men, wenn man gar kei­ne reser­vie­rung besitzt?

mit geduld und ein wenig glück. schaff­ner fra­gen wo freie plät­ze sind. kei­ne nicht-reser­vier­ten sitz­plät­ze als ant­wort zu erhal­ten ist ja die förm­li­che auf­for­de­rung erst recht ein plätz­chen aus­fin­dig zu machen.

wag­gon für wag­gon wird durch­fors­tet und reser­vie­run­gen links und rechts vom gang im vor­bei­ge­hen gescannt. dabei inter­es­sant sind reser­vier­te plät­ze die nicht in anspruch genom­men wur­den.

und sie­he da — ein frei­er platz. was weit­ge­hend unbe­kannt ist: reser­vie­run­gen wer­den eine sta­ti­on nach fahrt­an­tritt wohl nicht mehr ange­zeigt.

und so schaust du wäh­rend du die­se zei­len tippst immer mal aus dem fens­ter auf das son­ni­ge land durch wel­ches man fliegt und dankst der per­son gedank­lich mehr­fach, dass sie ihre reser­vie­rung nicht in anspruch genom­men hat.

und es ist ein schö­nes land, an wel­chem wir vor­bei­flie­gen mit vie­len aeckern, solar­pa­nel-fel­dern, bur­gen und wind­rä­dern.

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