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luxus­zug­blick

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zug­fah­ren kann sehr anre­gend sein. gar luxu­ri­ös. spe­zi­ell dann, wenn der blick durch den zug wan­dert ohne den hin­ter­ge­dan­ken, wann man end­lich wie­der aus der sar­di­nen­buech­se aus­stei­gen kann.

gibt es beim rei­sen etwas schlim­me­res als das per­ma­nen­te beklem­mungs­ge­fühl, aus­ge­löst durch die vie­len nach­barn und die immer dün­ner wer­den­de luft?

ein ice. er rollt durch die dun­kel und kalt dalie­gen­de repu­blik. es ist still. eine chip­s­tue­te könn­te zu einem auf­stand füh­ren, wür­de lan­ge genug mit ihr gera­schelt. Oder ein klei­nes müdes Kind.

der zug ist nicht über­ma­es­sig voll und doch sind fast alle plät­ze im wag­gon belegt. oder sehen belegt aus. denn eine Jacke oder eine lap­top­ta­sche machen noch kei­nen pas­sa­gier.

es ist die masche mit der tasche. die gros­sen und klei­nen uten­si­li­en füh­ren dazu, dass ihre besit­zer in der regel zwei plät­ze, bei glei­chem arran­ge­ment des gegen­übers an einem vie­rer­platz auch ent­spre­chen­de bein­frei­heit genie­ßen.

ob die­ses luxus müs­sen ande­re lan­ge nach dem ein­stei­gen voll­be­packt durch den zug eilen auf der suche nach einem frei­en platz.

die, die zu die­ser zeit ent­spannt den luxus­zug­blick durch den wag­gon auf­ge­setzt haben, küm­mert es nicht. sie sind ent­spannt, strah­len selbst­be­wusst­sein aus und tip­pen auf ihren gro­ßen und klei­nen tas­ta­tu­ren her­um. sie sind gescha­ef­tig. sie inter­es­siert es auch nicht, ob ihnen gera­de luxus wider­fährt.

wenn aber jemand die masche mit der tasche durch­schaut und sich nie­der­lässt, ist es vor­bei mit dem gene­rö­sen blick. die stim­mung ver­än­dert sich bin­nen sekun­den. wär­me und ent­span­nung wei­chen bit­ter­boe­ser käl­te und abnei­gung. blit­ze direkt aus dem hades tref­fen den neu­an­kömm­ling.

zu spa­et.

luxus­zug­blick-platz is occu­pied!

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porte­mon­naie

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die geld­bör­se ist uns neben dem smart­pho­ne das wich­tigs­te aces­soire, wel­ches wir täg­lich bei uns füh­ren.

unter ver­schie­dens­ten for­men und stof­fen sticht doch nach wie vor das ver­naeh­te leder­ne porte­mon­naie her­vor.

wie den men­schen auch sieht man ihm sei­ne zeit an. ris­se, ver­wer­fun­gen, löcher oder lose fäden. sie alle zeu­gen von der leben­dig­keit des gegen­stan­des, von der see­le, die ihm inne­wohnt.

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