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re:publica 2010 — bin schon da!

bit­te was? Ja genau, ich wer­de auf der re:publica 2010 nowhere sein, die nächs­te Woche vom 14. bis 16.04 in Ber­lin statt­fin­det. Nach allem was ich weiß, ist sie die Soci­al Media Kon­fe­renz schlecht­hin in Deutsch­land. Selbst­be­schrei­bung: “Die Kon­fe­renz über Blogs, sozia­le Medi­en und die digi­ta­le Gesell­schaft und wird von new­t­hin­king com­mu­ni­ca­ti­ons und dem Spree­blick Ver­lag ver­an­stal­tet. Zur re:publica 2010 wer­den 2.500 Teil­neh­mer erwar­tet. Die Ver­an­stal­tung fin­det par­al­lel in den benach­bar­ten Orten Fried­rich­stadt­pa­last, Kalk­scheu­ne und im Quatsch Come­dy Club in Ber­lin-Mit­te statt.”

das wird also eine grö­ße­re Zusam­men­kunft von Blog­gern, Twit­te­rern und Inter­es­sier­ten an den neu­en Medi­en. Eigent­lich bin ich ja nicht so der Freund von Groß­ver­an­stal­tun­gen, weil ich mich meist im Nir­gend­wo ver­lie­re, immer zu spät zu den Vor­trä­gen kom­me (Las­ter der schnel­len Ziga­ret­te) und mit mei­nem Old School Lap­top egal wo auf­fal­le und generv­te Bli­cke auf mich zie­he.

da muss ich jetzt aber durch, weil ich mich dafür ent­schie­den habe, am 14. und 15. anwe­send zu sein. Dazu kam es über­ra­schend und ist schon einer der Grün­de wes­halb ich dort­hin gehe: Ich habe ein “Ear­ly Bird Ticket” von Fre­de­rik Wil­hel­mi (Blog­Ka­de A-Blog)ergat­tert, der nicht kom­men kann. Fre­de­rik und ich ken­nen uns weder online noch off­line. Er hat sein Ticket auf Face­book im Ticket­markt der re:publica feil­ge­bo­ten. Ich habe ihn ange­schrie­ben, er mir sei­ne Kon­to­da­ten gege­ben, ich ihm den Preis über­wie­sen und er mir schließ­lich das Ticket als PDF zuge­mailt sowie eine Mail­be­stä­ti­gung, aus der her­vor­geht, daß ich sein Ticket über­nom­men habe. Das ist Soci­al Web as its best. Dan­ke Fre­de­rik.

Grün­de dafür, daß ich die re:publica 2010 nicht links lie­gen las­se:

ich bin nicht dort, weil jeder drü­ber spricht oder tol­le wer­bung für gemacht wird oder gar, weil ich mir ein IPho­ne schnor­ren will (was ver­mut­lich nicht gehen wird) son­dern um den Dia­log von Ange­sicht zu Ange­sicht zu suchen. Sicher­lich kann ich hier blog­gen und mei­nen Gedan­ken frei­en und hof­fent­lich struk­tu­rier­ten Lauf las­sen, aber das Per­sön­lich darf hin und wie­der nicht feh­len.

Ich möch­te neue Ein­drü­cke und Ide­en sam­meln, mei­ne Neu­gier­de auf das Neue stil­len und guten Vor­trä­gen lau­schen und mit­dis­ku­tie­ren.

dar­über hin­aus will ich den Enthu­si­as­mus, der mich trägt, wenn ich an das Soci­al Web den­ke, mit ande­ren tei­len und schau­en: Ist das Soci­al Web Soci­al oder doch nicht. Ich wet­te auf Soci­al. Und Ihr?

schließ­lich bin ich noch immer ein “Green­horn” als Blog­ger und doch habe ich den einen oder ande­ren Leser für mei­ne Gedan­ken über das Soci­al Web inter­es­sie­ren kön­nen. Und damit mei­ne ich auch mei­ne über tau­send Fol­lo­wer auf Twit­ter, die ich über mei­ne Ein­drü­cke auf dem Lau­fen­den hal­ten wer­de.

teil 2 mit den Ver­an­stal­tun­gen, die ich besu­chen wer­de, fol­gen spä­ter. Ist wie­der spät geworden…und das Pro­gramm reich­hal­tig.

About Johan­nes Lenz

soci­al web­zopf, #cor­po­ra­te #soci­al #com­mu­ni­ca­ti­ons @starcomgermany & @akom360 and fan of #wer­der

soci­al media bot­tom-up case: man­ches­ter united sup­por­ters trust

eben las ich gemüt­lich in der Sonn­tags­zei­tung der FAZ. Für den letz­ten Tag der Woche, den Espres­so und ein lecke­res Früh­stück mit anschlie­ßen­der Ziga­ret­te eine ganz fei­ne Lek­tü­re, um die Syn­ap­sen lang­sam in den “Heute-entspannen-wir-uns”-Modus zu brin­gen. Und was lese ich in Regel zuerst?

genau, den ers­ten Teil. Aber dann hält es die Neu­gier­de nicht mehr aus und bahnt sich ihren Weg direkt in den Sport­teil. Dort ange­kom­men, will ich lesen, wie abwechs­lungs­reich und span­nend das Spiel von Wer­der am Vor­tag war. Tja, mei­ne “Fisch­köp­pe” bie­ten den Zuschau­ern und Fans seit eini­ger Zeit alles, was dazu­ge­hört, um den König Fuß­ball als das zu erle­ben, was es ist: eine Wun­der­tü­te.

aber zurück zur Gazet­te: Fol­gen­der Arti­kel rief mich auf den Plan, die­sen Post zu schrei­ben. Unter der Head­line “Grün-gol­de­ne Fuß­ball­re­vo­lu­ti­on” schreibt Micha­el Ashelm über den orga­ni­sier­ten Auf­stand von Anhän­gern des welt­weit bekann­ten Pre­mier League Klubs Man­ches­ter United.

aber was hat das in aller Welt mit Soci­al Media zu tun? Eine Men­ge.

ein Teil der ManU Fans hat sich orga­ni­siert in der ein­fluss­rei­chen Fan­or­ga­ni­sa­ti­on MUST, eine Abkür­zung, die für Man­ches­ter United Sup­por­tes Trust steht. Sie tritt ein für einen Rück­kauf des Ver­eins von der ame­ri­ka­ni­schen Unter­neh­mer­fa­mi­lie Gla­zer, der der Ver­ein seit 2005 gehört. Dem Eig­ner wird vor­ge­wor­fen, ManU “aus­zu­sau­gen”, sprich den Ver­ein nur als Mit­tel zur Geld­ver­meh­rung zu betrach­ten und damit alle, die sich mit dem Ver­ein iden­ti­fi­zie­ren, vor den Kopf zu sto­ßen. Und natür­lich damit den Ver­ein lang­fris­tig zu Gra­be zu tra­gen. Es geht also pri­mär ums lie­be Geld und nicht mehr um Lei­den­schaft beim Vor­zei­ge­klub auf der Insel, auf der der Fuss­ball einst ent­deckt wur­de.

must ist umtrie­big und orga­ni­siert den Pro­test auf viel­fäl­tigs­te Art und Wei­se. Dabei nutzt man zeit­ge­mä­ße Kanä­le zur Arti­ku­la­ti­on der eige­nen Inter­es­sen, wel­che auf ihrem Blog so zusam­men­ge­fasst wer­den:

MUST is the inde­pen­dent Man­ches­ter United Sup­por­ters trust. We are dedi­ca­ted to secu­ring mea­ning­ful per­ma­nent ownership of MUFC for sup­por­ters”

ashelm führt dazu aus: “… Die straff orga­ni­sier­te Fan­or­ga­ni­sa­ti­on Must ist in weni­gen Wochen sprung­haft gewach­sen, aus 30.000 Mit­glie­dern sind 150.000 gewor­den. Die Web-Gurus der Inter­net­agen­tur Blue Sta­te Digi­tal, die im Oba­ma-Wahl­kampf die Mas­sen für den ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten mobi­li­sier­ten, hel­fen, die Kam­pa­gne in die gan­ze Welt hin­aus­zu­tra­gen. 330 Mil­lio­nen Fans soll United rund um den Glo­bus haben.”

tja und Ashelm schreibt denn auch zurecht: “… Die Zurück­erobe­rung eines Fuß­ball­klubs durch Fans trifft den Nerv der Zeit. Wäh­rend Spe­ku­la­ti­on und Phan­ta­sie von Inves­to­ren die Pre­mier League zur stärks­ten Fuß­bal­li­ga der Welt gemacht haben, ver­wei­gern sich immer mehr Anhän­ger dem all­zu extre­men Fuß­ball­ka­pi­ta­lis­mus”

wo ist MUST in den Soci­al Media prä­sent?

Ent­schei­den­de Soci­al Media Kanä­le für MUST sind auf den ers­ten Blick Face­book und You­tube, wo sie authen­tisch und dia­log­ori­en­tiert ver­su­chen, Auf­merk­sam­keit für ihre Anlie­gen zu gene­rie­ren .

Die Face­book-Grup­pe von MUST hat rund 22.000 Mit­glie­der. Die Fan­sei­te auf Face­book hat knapp 4.000 Mit­glie­der. Zudem gibt es mit dem Chubb Club eine wei­te­re Fan­sei­te mit etwa 2.5000 Mit­glie­dern für alle die­je­ni­gen, die zu einem Spiel des Clubs kei­ne Kar­te bekom­men haben oder die­se sich nicht leis­ten konn­ten. Dane­ben ist MUST recht aktiv bei You­Tube. Das Video “Beck­ham loves United” ver­zeich­net zur­zeit rund 52.000 Auf­ru­fe.

Auf Twit­ter ist MUST eben­falls unter­wegs, aller­dings nicht über die Maßen erfolg­reich. Unter dem Kür­zel @MU_ST twit­tert man rund um neue Aktio­nen und hat seit einem hal­ben Jahr rund 450 Fol­lo­wer. Dane­ben wird der MUST Account durch einen busi­ness­ori­en­tier­ten Account @redsinbusiness (etwa 180 Fol­lo­wer) unter­stützt.

Inwie­weit Blue Sta­te Digi­tal in die Soci­al Media Bemü­hun­gen stra­te­gisch ein­ge­bun­den ist, was die bekann­te Agen­tur über­haupt für MUST macht und vor allem plant, bleibt abzu­war­ten.

Fazit: Auf den ers­ten Blick scheint hier eine grass­root-Bewe­gung auf dem Vor­marsch, die sich wie ande­re sin­gle-issue-Bewe­gun­gen bzw. Non-Pro­fit-Orga­ni­sa­tio­nen der Soci­al Media Kla­via­tur bedient. Das Inter­es­san­te dar­an ist, daß man wei­ter­hin bei den Akti­ven ehe­ren­amtich arbei­tet, für die Sache Unter­stüt­zer aus allen sozia­len Schich­ten bewe­gen kann und mit begrenz­tem Bud­get (Spen­den) via Inter­net für die eige­ne Sache zuneh­mend an Auf­merk­sam­keit gewinnt.

Dafür nutzt man offen­sicht­lich neben dem Sup­port durch eine welt­weit füh­ren­de Digi­tal-Agen­tur pri­mär Soci­al Media Kanä­le, die poten­ti­el­le Fans der Bot­schaft auf der gan­zen Welt auch nutzen.Und der Kern der Bot­schaft ist wie in vie­len Fäl­len: Emo­ti­on, David gegen Goli­ath und in die­sem Fall die Rück­be­sin­nung auf alte Tugen­den.

Ein Man­ko hef­tet der Bewe­gung aber den­noch an: Sie nutzt mit ihren Kon­tak­ten auch die Exper­ti­se von Prot­ago­nis­ten der glo­ba­len Wirt­schafts- und Finanz­kri­se, also jener Hedge­fonds­ma­na­ger und Bör­sen­mak­ler, die nach all­ge­mei­ner Les­art für das immer noch lan­ge nach­wir­ken­de Desas­ter des letz­ten Jah­res ver­ant­wort­lich zeich­nen. Aber viel­leicht geht es auch nicht anders, wenn man 1,5 Mrd. Euro für sei­ne Lie­be auf­brin­gen muß…

Man wird in Zukunft von MUST noch mehr hören, da bin ich mir recht sicher. Was meint Ihr dazu?

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soci­al web in der kom­mu­ni­ka­ti­on & pr

dank Dani­el Rehn und sei­nem Blog digi­ta­les & rea­les stieß ich eben auf die­se Sli­desha­re Prä­sen­ta­ti­on. Rich­tig gut. Was aber allen Prä­sis zu die­sem The­ma fehlt sind die Emo­tio­nen. Denn: Wir sind alle nur Men­schen. Ob in Unter­neh­men, Agen­tu­ren usw.

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