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10 fra­gen, 10 ant­wor­ten, 10 blogs — ant­wor­ten auf dem nico sei­ne fra­gen

der nico lum­ma hat ein stöck­chen gefan­gen und es sogleich wei­ter­ge­wor­fen. damit es bloß nicht auf dem boden lan­det und schön wei­ter sei­ne krei­se in der blo­go­sphä­re zieht, beant­wor­te ich nun dem nico sei­ne fra­gen. wohl­ge­merkt: mit gro­ßer freu­de, dass er u.a. an mich gedacht hat und einer digi­ta­len ein­la­dung auf ein fri­sches weiss­bier in min­ga 😉

1. dein ers­tes mal im Inter­net sah wie aus?

das war wohl so 1999. ich fing gera­de mit dem stu­di­um an und ver­such­te mei­ne email­adres­se an der uni zu ver­ste­hen sowie die pri­va­te, die mir mein bru­der aus­ge­rech­net bei hot­mail ein­ge­rich­tet hat­te, zu nut­zen. die uni adres­se sah aus wie ein edi­tor mit die­ser schwar­zen fet­ten schrift. zudem blink­te immer ein vier­ecki­ger wür­fel, wenn man nicht schrieb. das war echt gru­se­lig. hot­mail war da um län­gen beque­mer. ich fand mich sofort zurecht. und ich bekam sofort emails. ne men­ge emails. aller­dings von men­schen aus der gan­zen welt. was heu­te sel­ten­heits­wert besitzt dank gmail, war damals die regel: wild­frem­de frau­en schrie­ben mir emails, die unge­fähr so began­nen: “dear swee­the­art, unfor­tu­n­a­te­ly im in a cru­ci­al situa­ti­on. a good fri­end died. what shall i do with his $10.5 mil­li­on? hel­pe me” ich mei­ne mich zu erin­nern, dass ich mal auf so eine mail geant­wor­tet habe. als ange­hen­der stu­dent hat man nicht so vie­le ein­fa­che gel­gen­hei­ten, an geld zu kom­men 😉 aber: nach­ma­chen auf eige­ne gefahr. von dem geld habe ich nie was gese­hen. eine ant­wort erhielt ich komi­scher­wei­se auch nicht. inzwi­schen ken­ne ich nie­mand mehr, der ein mail­post­fach bei hot­mail besitzt. ok, eine per­son ken­ne ich.

2. was war dein aha-moment im inter­net?

wenn ich recht über­le­ge waren es zwei. der ers­te wäh­rend mei­nes prak­ti­kums bei bmw in mün­chen im vier­zy­lin­der in der kom­mu­ni­ka­ti­ons­ab­tei­lung zeig­te mir eines tages, wel­che power blogs besit­zen kön­nen. denn eines tages stell­ten wir fest, dass ein ame­ri­ka­ni­scher auto­blog­ger den chef­de­si­gner aufs korn genom­men hat­te. und ehe wir uns ver­sa­hen, kam die sto­ry in der faz auf der ers­ten sei­te des feuil­le­tons. und da war es dann schon zu spät.

der zwei­te moment war zu der zeit, als ich bewußt in die arbeits­lo­sig­keit ging, weil ich mir sicher war, einen job zu ergat­tern, in wel­chem ich soci­al media und mein ver­ständ­nis davon ver­wirk­li­chen kann. nach vier mona­ten tag und nacht blog­gen, face­boo­ken usw. war es soweit. und das lus­ti­ge: ich hät­te nie gedacht, mal mit der wer­bung in berüh­rung zu kom­men. and­re paet­zel, war schon vor­her auf mich auf­merk­sam gewor­den und mein­te eines tages, dass ich doch mal nach rück­spra­che mit sei­nem chef nach düs­sel­dorf kom­men soll­te für einen klei­nen vor­trag, um mei­ne auf­fas­sung von digi­tal usw. vor­zu­tra­gen. da hat­te ich kei­ne ahnung, wer oder was grey ist und auch nicht, dass ich dort mal arbei­ten wür­de.

zwei rich­tig gei­le momen­te. es gab noch mehr. aber die­se bei­den waren mein anfang.

3. von wel­chem geset­zes­ver­stoß im inter­net konn­test du am längs­ten nicht las­sen?

toi toi, hof­fent­lich kei­nem. und wenn doch, wer­de ich dar­auf noch auf­merk­sam gemacht. und dann wer­de ich dazu ste­hen.

4. was ist der vor­teil von poli­ti­kern, die soci­al media nut­zen?

naja, das sie die digi­ta­le lebens­wirk­lich­keit von vie­len bür­gern schlicht wahr­neh­men und sich vor allem in ihr bewe­gen und sie (hof­fent­lich) auch ver­ste­hen. ich hof­fe ja, die zei­ten, in wel­chen poli­ti­ker in deutsch­land vor einer wahl schnell eine face­book page oder einen twit­ter account eröff­net haben, gehö­ren der ver­gan­gen­heit an.

5. gehst du lie­ber zu bar­camps oder zu exklu­si­ven ver­an­stal­tun­gen mit pro­fis?

das kommt dar­auf an. ich wer­de z.b. in zwei wochen wie­der beim ccb13 sein. viel­leicht mache ich auch ne ses­si­on. das inter­es­san­te dar­an: vor ort sind pro­fis, spe­zi­ell soci­al media und com­mu­ni­ty mana­ger sowie ein paar ent­schei­der. die wider­um fin­det man eher auf ande­ren ver­an­stal­tun­gen, die du “exklu­si­ve ver­an­stal­tun­gen mit pro­fis” nennst. aber für einen soci­al media ver­ant­wort­li­chen ist es m.e. auch ele­men­tar, von nut­zern und pro­fis glei­cher­ma­ßen feed­back zu erhal­ten und die bis­he­ri­ge und künf­ti­ge arbeit für eine mar­ke zur dis­kus­si­on zu stel­len. dies geht auf bar­camps recht gut. wenn, ja wenn die offen­heit bei den mar­ken­ver­ant­wort­li­chen vor­han­den ist. und mein job bringt es mit sich, auch auf “exklu­si­ven ver­an­stal­tun­gen” zu sein und dort u.a. auch zu spre­chen. es sind durch­aus ver­schie­de­ne niveaus, wobei man nicht immer sagen kann, wel­ches hoch­wer­ti­ger ist 😉

6. wel­che per­son soll­te drin­gend mit dem blog­gen anfan­gen und war­um?

blog­gen und blog­gen. das hier ist blog­gen. aber ist es das auch auf face­book und ande­ren platt­for­men? ich den­ke schon. es geht heu­te glau­be ich eher dar­um, unter blog­ger per­so­nen zu ver­ste­hen, die influ­en­cer sind auf einem die­ser kanä­le und über ein recht akti­ves netz­werk ver­fü­gen.

aber zurück zu dei­ner fra­ge, die ja auf das blog­gen a la wor­d­press blogs abzielt. mein vater soll­te mal damit anfan­gen. weil ich glau­be, dass er eine wun­der­ba­re schrei­be hat und vor allem so viel erlebt. und er liest unheim­lich viel. ich glau­be, wenn er das hier liest, wird er wahr­schein­lich schmun­zeln und über­le­gen. dann ruft er mich an und wird sagen, dass das eine gute idee ist. nur wie es funk­tio­niert, weiß er nicht und das ende vom lied ist, dass ich es ihm erklä­ren wer­de. ich bin schon jetzt gespannt 🙂

7. was sind für dich die gren­zen der trans­pa­renz?

in zei­ten von snow­den & co. fra­ge ich mich das auch gele­gent­lich. ich glau­be, das ich in dem wie ich mich im netz bewe­ge, recht trans­pa­rent bin. du wirst bei­spiels­wei­se nie einen kom­men­tar von mir fin­den, der anonym ist. ande­rer­seits muss nicht jeder wis­sen, wo ich woh­ne oder wie mei­ne tele­fon­num­mer lau­tet.

8. liest du beruf­li­che emails im urlaub?

für mich ist urlaub urlaub. ent­span­nung. bir­ne frei krie­gen. trotz­dem habe ich zumeist das tele­fon dabei und ja, ich schaue gele­gent­lich rein in die mails. aber aktiv im soci­al web bin ich die­ser zeit so gut wie kaum. viel­mehr lese ich bücher und gehe früh schla­fen. zudem wür­de eine ganz beson­de­re frau es gar nicht gut fin­den, wenn ich im urlaub da wei­ter machen wür­de wo ich vor­her auf­ge­hört habe. es könn­te dem­nach gut sein, das der “klei­ne ter­ro­rist” flü­gel bekä­me und nicht mehr wie­der gese­hen ward 😉

9. hast du schon ein­mal tweets vor­ge­schrie­ben?

ich nut­ze den cli­ent von hoot­sui­te schon recht lan­ge. inzwi­schen gibt es da eine funk­ti­on, die tweets ent­spre­chend zu pla­nen und zwar für den opti­mals­ten zeit­punkt. und das nut­ze ich dann, wenn ich alle hän­de voll mirt ande­ren sachen zu tun habe. die ant­wort lau­tet also ja. aber ich muss ein­schrän­ken: ich küm­me­re mich dann auch um das feed­back. nur pushen ist nicht!

10. wel­ches ist dein abso­lu­tes mega­su­per­lieb­lings­blog aus­ser lumma.de?

schwie­ri­ge fra­ge, weil es so vie­le gute blogs gibt. wo ich ger­ne rein­schaue, ist das bosch­blog, das sich slebst nicht zu wich­tig nimmt, aber doch eine posi­ti­on ver­tritt. bosch selbst ist ein ganz lie­bens­wer­ter mensch, den ich ger­ne in ham­burg tref­fe, wenn es klappt. und wenn nicht, schaue ich mir sei­ne bil­der auf insta­gram an.

und natür­lich habe ich auch 10 fra­gen an blogs im gepäck.

1. wel­ches you­tube video hast du dir zuletzt ange­schaut und war­um?

2. wenn du dein ver­hält­nis zum inter­net beschrei­ben müß­test, wie wür­dest du es beschrei­ben?

3. abends nach hau­se kom­men und fest­stel­len, dass die hei­zung ausfge­fal­len ist. was tust du?

4. erst die such­ma­schi­ne, dann emails, jetzt face­book & co? was kommt als nächs­tes?

5. was ist für dich wich­ti­ger: text oder bil­der?

6. ent­span­nung bei dir ist: ber­ge oder meer?

7. wIrst du dir eine goog­le glass oder eine smart watch kau­fen?

8. dein größ­ter feh­ler im soci­al web war?

9. was bedeu­tet dir das blog­gen?

10. wer soll­te dei­ner mei­nung nach künf­tig wie­der mehr blog­gen?

damit das stöck­chen bei mir nicht auf dem bal­kon lie­gen belibt, ob wohl es dort sehr schön ist, freue ich mich auf die ant­wor­ten von die­sen blogs:

1. falk hede­mann

2. and­re paet­zel

3. david phil­ip­pe

4. phil­ipp roth & jens wie­se

5. mar­kus sekul­la

6. pame­la unter­ber­ger

7. mei­ke leo­pold

8. ste­fa­nie bam­berg

9. romy mlinzk

10. fran­zis­ka bluhm

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