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das soci­al web und sei­ne unend­li­che wei­ten

zuge­ge­ben, die head­line ist etwas kom­pli­ziert. oder auch ver­quer. war spon­tan. was bei­lei­be nicht alle von sich sagen kön­nen. denn der­zeit ist es mal wie­der en vogue, soci­al media in die kis­te zu kicken. die­se­mal lau­ten die head­lines: “face­book vor dem exo­dus? ein paar gedan­ken dazu” und “endet der hype um soci­al media?

damit kei­ne miß­ver­ständ­nis­se auf­kom­men: ich schät­ze jür­gen viel­mei­er und sei­ne arbeit bei basic­t­hin­king. per­sön­lich haben wir uns glau­be ich mal kurz bei der tas­se bier vor nem jahr in ber­lin getrof­fen. und zu tho­mas koch brau­che ich eigent­lich nichts zu sagen. rock ‘n‘roller der alten schu­le, mit dem ich zu spä­ter stun­de schon die eine oder ande­re ziga­ret­te bei einem kalt­ge­tränk gepafft habe. und des­sen bas­set mor­ti­mer übri­gens uns alle in sachen soci­al media wahr­schein­lich in den sack steckt. unte run­ter sei­ne löf­fel. so!

und natür­lich wol­len die bei­den mit uns das gespräch suchen über den aktu­el­len stand und die zukunft des größ­ten soci­al net­works. ok. ger­ne. aller­dings fra­ge ich mich ernst­haft, wie man der­zeit davon spre­chen kann, dass face­book bei zei­ten das zeit­li­che seg­nen soll…

nur weil die ver­weil­dau­er umstrit­ten ist (mal sinkt, mal steigt), sor­rell anzwei­felt, dass das netz­werk ein geeig­ne­tes instru­ment für wer­bung sei, pro­ble­me bei der pri­vats­sphä­re immer wie­der viru­lent sind, das user­face nicht jedem schmeckt, die mobi­le app lie­ber lädt als funk­tio­niert usw.

mal ehr­lich: wer krit­teln will, fin­det über­all was, ob das nun face­book ist oder sonst wer. vor allem ist es auch etwas ein­fach, den blick in die glas­ku­gel zu wer­fen und los­zu­le­gen… das klappt hjalt nicht, wie auch die wirt­schafts­wei­sen oder ande­re mit ver­meint­li­chen hell­se­he­ri­schen kräf­ten aus­ge­stat­te zeit­ge­nos­sen immer wie­der mal fest­stel­len.

dabei geht es ja auch immer um wahr­schein­lich­kei­ten bei die­sen pro­gno­sen oder vor­aus­sa­gen oder sagen wir ver­mu­tun­gen. auf face­book bezo­gen stellt sich dann die fra­ge: wie ver­tra­gen sich die “todes­glo­cken” eigent­lich mit einer nut­zer­ba­sis von rund 1 mrd. mit­glie­der welt­weit, einem bör­sen­gang, einem super­brain an der spit­ze, einem per­ma­nen­ten inno­va­ti­ons­drang sowie gewin­nen bei der wer­bung auf der platt­form?

ein­wurf: da schau her. wie ich gera­de sehe, scheint sich die aktie von face­book an der nasdaq der­zeit ein wenig zu erho­len… inter­es­siert aber nicht so vie­le oder?

[bild­quel­le: goog­le finan­ce :)]

in mei­nen augen gar nicht. sicher ist nicht alles gold was in palo alto glänzt. das gilt aber auch für die jungs von goog­le und über­haupt alle ande­ren play­er im soci­al bereich. letzt­lich müs­sen sie alle aber und das mei­ne ich ein wenig aus den tex­ten von koch & viel­mei­er her­aus­zu­le­sen, immer auf der hut sein, die sche­re zwi­schen geld­ver­die­nen und nut­zer­ba­sis nicht zu groß wer­den zu las­sen, sprich bei­spiels­wei­se durch die pene­tra­ti­on mit wer­bung die mit­glie­der dazu zu ver­lei­ten, sich sich ande­ren ange­bo­ten zuzu­wen­den.

das was face­book aber auch goog­le, die bei­den gro­ßen öko­sys­te­me im soci­al web in den ver­gan­ge­nen jah­ren auf­ge­baut haben, wird wei­ter­hin bestand haben. na klar wer­den neue play­er hin­zu­kom­men, nur ob sie die­se umfas­sen­de und nut­zen­stif­ten­de wirk­lich­keit schaf­fen kön­nen, wird man abwar­ten müs­sen. von pin­te­rest, insta­gram oder ande­ren apps, com­mu­nities oder spe­cial inte­rest net­works wird man dies nicht erwar­ten (kön­nen).

[bild­quel­le: welt­raum by rober­to ver­zo]

und damit bin ich an einem punkt ange­langt, der mich mit blick auf das der­zei­ti­ge erschei­nungs­bild des soci­al webs fol­gen­de über­spitzt for­mu­lier­te “star wars‘esque” zustands­be­schrei­bung tref­fen lässt:

es exis­tiert das soci­al web das, ich mit den unend­li­chen wei­ten des welt­raums ver­glei­chen wür­de. die bei­den größ­ten pla­ne­ten­sys­te­me sind face­book und goog­le, die so ziem­lich alles mit­brin­gen, was man braucht um auf ihnen luft schnap­pen zu kön­nen. um sie her­um schwir­ren eine men­ge klei­ne­rer pla­ne­ten mit beson­de­ren merk­ma­len, wel­che das leben auf den bei­den gro­ßen wun­der­bar ergän­zen. man­che wie insta­gram, pin­te­rest oder vid­dy stel­len gewis­se vor­lie­ben und inter­es­sen in den vor­der­grund, was sie durch­aus attrak­tiv macht, aller­dings nicht dazu führt, das sie an die pla­ne­ten­klas­se von goog­le oder face­book her­an­rei­chen, wobei die­se die klei­nen gele­gent­lich in ihrer sys­te­me auf­neh­men. was aber alle eint, ob pla­ne­ten­sys­tem oder klei­ne pla­ne­ten, ist, das sie sich eine daseins­be­rech­ti­gung bei den welt­raum­rei­sen­den geschaf­fen haben durch ihre grö­ße oder ihre spe­zia­li­tät, beson­de­re inter­es­sen anzu­spre­chen.

thats it. wie es wei­ter­geht ent­schei­den wir. und es wird wei­ter­ge­hen mit soci­al media und dem gan­zen kram, ob nun in echt­zeit, nor­ma­ler zeit oder hat im raum-zeit-kon­ti­nu­um. es gibt nicht den einen gro­ßen pla­ne­ten, es herrscht viel­falt im soci­al web. und die ver­su­che ich zu nut­zen, um zu träu­men, um mehr­wert zu stif­ten, um gedan­ken zu tei­len, um geld zu ver­die­nen, um zu blog­gen, um mich inspi­rie­ren zu las­sen usw.

ener­gie!

 

About Johan­nes Lenz

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